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FREE MUMIA RundbriefHier werden die monatlichen FREE MUMIA Rundbriefe veröffentlicht. Diesen regelmässig Rundbrief
könnt ihr abonnieren, indem ihr eine leere Mail mit dem Betreff "FREE MUMIA Rundbriefe - Eintrag"
an diese Mailadresse sendet:
Diese Rundbriefe werden von Hand erstellt und verschickt. Ihr müsst somit keine Angst haben, dass ihr vollgespamt werdet. Wenn du den Rundbrief weiterleiten oder veröffentlichen möchtest, freut uns das. Falls du ihn nicht mehr bekommen möchtest, sende einfach eine leere E-mail mit Betreff
"Keinen Rundbrief mehr" an diese Mailadresse:
20102009
August 2010Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal, am 28. Juli reichte Mumias Verteidigung einen Schriftsatz beim 3. Bundesberufungsgericht ein, an welches der Fall vom höchsten US Gericht im Januar 2010 zurückverwiesen wurde. Es geht nach wie vor um die Frage, ob das Gericht die Todesstrafe gegen Mumia bestätigt oder aber auf Lebenslänglich ohne Bewährung entscheidet. Die Verteidigung dazu: "Mumia ist in grosser Gefahr.". Vollständiger Brief der Verteidigung im Original. (deutsche Übersetzung) Vor kurzem erschienen deutschsprachige Übersetzungen über die Versuche einiger aus der US Anti-Todestrafen Bewegung, Mumia gegen die Sympathie der rechten Polizeibruderschaft F.O.P. einzutauschen (im letzten Rundbrief verschickten wir bereits die Links zu den amerikanischen Artikeln). Das IVK Bremen hat sich die Mühe gemacht, alle relevanten Artikel zu übersetzen. Weitere Reaktionen aus der Anti-Todesstrafen Bewegung wurden seit dem veröffentlicht (siehe dazu "weitere Artikel zur versuchten Einflussnahme der FOP"). Es gibt auch einen Offenen Brief aus der Bewegung an die Bewegung, der gerne von UnterstützerInnen unterschrieben werden kann. Hier... Während es in der Bundesrepublik nach einem ereignisreichen ersten Halbjahr in der Unterstützung für Mumia Abu-Jamal etwas ruhiger zugeht, nehmen die Aktivitäten in den USA in den letzten Monaten zu. Das spiegelt sich auch in den "Berichten aus der Bewegung" (siehe unten) wider. Auch in London, UK gab es nach Zeiten relativer Ruhe am 28. Juli eine Demo für die Freiheit von Mumia vor der US Botschaft am Grosvenor Square. Die Nürnberger Rote Hilfe weist in einem Artikel auf einen wichtigen Vorgang im Menschenrechtsausschuss des Bundestages hin: Die revanchistische CDU Politikerin Erika Steinbach hat dort eine fraktionsübergreifende Resolution gegen die Todesstrafe blockiert, weil darin die USA und vor allem Mumia Abu-Jamal erwähnt werden sollten. (Mehr hier...) Wir gehen davon aus, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen ist. Am Ende dieses Rundbriefes haben wir auch einige Informationen über die in stetig steigende Polizeigewalt zusammengestellt. Uns ist völlig klar, dass dies ein bundesweiter Trend ist und wir hätten auch viele andere Informationen sammeln können. Da wir aber selbst in Berlin leben, machen lokale Berichte über die Empörung an dem Mordes an Dennis J. durch die Berliner Polizei neben Berichten aus den USA hier den Schwerpunkt aus.
weiterer Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juli 2010Hallo, hier der aktuelle Juli-Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Den erhälst du, weil du auf der Alarmliste für Mumia stehst. Solltest du diesen monatlichen Rundbrief nicht mehr lesen wollen, schicke einfach eine leere E- mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück, und wir werden dich nur noch im Alarmfall anschreiben. Noch gibt es keine Neuigkeiten, wann und wie das 3. Bundesberufungsgericht sich mit der Frage der Todesstrafe gegen Mumia auseinandersetzt. Allerdings läuft die Propaganda der rechten Polizeibruderschaft "Fraternal Order of Police" (FOP) in Mumias Geburtsstadt Philaldelphia bereits wieder an. Die FOP ist die massgebliche Kraft in den USA, die gegen Mumia eine staatliche Ermordung in Form der Giftspritzenhinrichtung fordert. In reisserischen Ankündigungen wird derzeit ein "Dokumentarfilm" des afroamerikanischen Filmemachers Tigre Hill beworben. Hill vertritt dort die abenteuerliche These, Mumia habe aus einer frei konstruierten Black Panther Ideologie heraus angeblich das Töten von Polizisten favorisiert. Zusammen mit seinem Bruder soll er laut Hill so eine Tat geplant und durchgeführt haben, so die Hetze. Als "Zeugen" dafür führt er ausgerechnet den Staatsanwalt cGill aus Mumias ursprünglichen Verfahren auf. McGills Rechtsbrüche gegen Mumia, seine bewusst herbeigeführten Falschaussagen und sein Bel Natürlich ist das ziemlicher Blödsinn, doch leider steckt bereits jetzt eine wahrnehmbare mediale Unterstützung dahinter. Philadelphias neo-konservativer Hofberichterstatter und aktiver Mumia-Gegner Mike Smerconish ist bereits jetzt voller Vorfreude auf diesen Film. Wir denken, dass diese neue Propagandawelle der politischen Rechten eine Stimmung erzeugen soll, in der die Justiz offener an der Hinrichtung Mumias arbeiten kann, als es z.B. im Januar 2010 möglich war. Sowohl in Philadelphia, in den USA und auch in vielen anderen Ländern war zuvor Mumias Fall als auch die Barberei der Todesstrafe verstärkt ins Bewusstsein gerückt. Es ist davon auszugehen, dass wir zumindest medial auch in der BRD sehr bald einen Widerhall dieser Anti-Mumia Kampagne erleben werden. Ob das Erfolg hat, wird nicht zuletzt von unser aller Entschlossenheit abhängen, dagegen zu intervenieren. Sei es durch LeserInnenbriefe, Aktionen oder Proteste. Wir alle haben 2009 bewirken können, dass die Forderung nach Mumias Freilassung auch nach 28 Jahren Todestrakt wieder öffentliches Gehör gefunden hat. Nun hoffen wir, dass die Bewegung an diesem Punkt weiter macht. Denn eines ist klar: Mumia muss endlich freigelassen werden. Auch das lebenslängliche Wegsperren, was einige innerhalb des Justizapperates zu favorisieren scheinen, ist völlig unakzeptabel. Wenn möglich, geh zu den Veranstaltungen im Juli (siehe Termine unten) oder setze dich mit einer der lokalen Mumia-Solidaritätsgruppen in Verbindung: (hier...) Als am vergangenen Mittwoch der Kandidat Wulff zum neuen Bundespräsident gewählt wurde, nutzten wir den Anlass, um an die Versprechungen der von ihm bisher geleiteten niedersächsischen Landesregierung zu erinnern. Diese hatte am 21.01.2010 erklärt, sich für die Abschaffung der Todesstrafe und für den Journalisten Mumia Abu-Jamal einzusetzen. Mehr unter... In den USA ist es zu einem Eklat innerhalb der Anti-Todesstrafenbewegung gekommen. Wie erst jetzt bekannt wurde, versuchen einige Vorstandsmitglieder verschiedener Abolotionistenvereinigungen erstaunlicherweise, mit der rechten Polizeibruderschaft "Fraternal Order of Police" (FOP - siehe oben) zusammen zu arbeiten. Deswegen setzten sie sich seit Ende 2009 dafür ein, Mumia Abu-Jamal und seiner Verteidigung kein Rederecht auf dem diesjährigen Weltkongress gegen die Todesstrafe zu geben. Glücklicherweise sind sie damit nicht erfolgreich gewesen. Mumia Abu-Jamal nahm im Februar 2010 per Telefon an der Abschlussveranstaltung des Weltkongesses in Genf teil und sprach über die mehr als 20.000 Gefangenen weltweit, die mit der Todesstrafe bedroht sind (http://www.mumialegal.org/). In den "Berichten aus der Bewegung" (siehe unten) sind zwei Artikel in deutsch und in englisch über diesen nun erst bekannt gewordenen Vorfall. Beide weiterzuverbreiten wäre bestimmt gut, um gewissen Funktionären zu zeigen, dass bei allen politischen Unterschieden innerhalb der Bewegung kein Gefanger oder Gefangene vergessen oder "eingehandelt" wird. In einem Verfahren gegen drei Berliner Polizisten, die in der Neujahrsnacht 2009 den Neuköllner Dennis J. umbrachten, werden am morgigen Samstag Urteile erwartet. Angehörige des Opfers und Anarchist Black Cross (ABC) gehen davon aus, dass der von Chorpsgeist und Verdunkelung gekennzeichnete Prozess keine Gerechtigkeit für die Familie und Freunde des Polizeiopfers bringen wird und rufen für den Fall einer Urteilsverkündung am selben Tag zu einer Spontan Demonstration um 18 Uhr am Berliner Hermannplatz auf. (Details hier... In eigener Sache: die Kommunikation im Internet überschreitet häufig unsere
Möglichkeiten. Trotzdem haben wir uns aus verschiedenen Gründen entschieden,
ab jetzt zusätzlich einige sog. "Social Networks" in der Kampagne für
Mumias Freiheit und gegen die Todesstrafe zu nutzen: Wer darüber mit uns in Kontakt treten oder uns verlinken möchte, ist herzlich eingeladen. Einigen wird in den letzten Monaten vielleicht aufgefallen sein, dass auf den
Visitenkarten des Berliner FREE MUMIA Bündnis eine e-mail Adresse mit neuer
Endung steht:
weitere Meldungen:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juni 2010Hallo, hier die Juni-Ausgabe des Rundbriefes für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal. Falls Du diesen Rundbrief selbst weiterverbreiten kannst, freut uns das. Derzeit erwarten wir mit Spannung, wann und wie das 3. Bundesberufungsgericht in Philadelphia sich mit dem Antrag der Staatsanwaltschaft nach der Todesstrafe für Mumia Abu-Jamal befassen wird. Der U.S. Supreme Court hatte im Januar 2010 angeordnet, die Frage der Todesstrafe gegen Mumia neu zu behandeln. Dabei hatte das Höchste Gericht der USA eine Empfehlung für die Todesstrafe abgegeben und versucht, Mumias Fall mit dem eines anderen Gefangenen zu verknüpfen, der zuvor die Todesstrafe erhalten hatte. Dass die juristischen Grundlagen in beiden Fällen sehr unterschiedlich sind, schien die RichterInnen dabei nicht zu stören. Theoretisch sind nun unterschiedliche Vorgehensweisen möglich. Zwei FREE MUMIA Aktivisten sprachen mit Mumia selbst darüber im April. Ein ausführlicher Bericht steht kurz vor der Vollendung und wird in den nächsten Tagen auf dieser Webseite veröffentlicht werden. Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan hat ein neues "Legal Update" angekündigt, in dem er die juristische Ausgangslage erklären möchte. Dazu bestimmt bald mehr. Im vergangenen Monat gab es zahlreiche Artikel, in denen Mumia Abu-Jamal erwähnt wurde. Im Unterschied zu voran gangenen Monaten ging es dabei weniger um seinen konkreten Fall. Vielmehr fand er über kulturelle Bezüge Eingang in die Medien, sowohl in den USA als auch hier. Eine interessante Entwicklung, wie wir finden. (siehe dazu "Medien über Mumia Abu-Jamal") Gestern, am 31.05.2010 verabschiedete der Oldenburger Stadtrat eine Resolution gegen die Todesstrafe in den USA und für das Leben von Mumia Abu-Jamal. (hier...) und (hier...) sowie auch die Abstimmung (hier...) Wie regelmässige LeserInnen dieses Rundbriefes wissen, hat die FREE MUMIA Bewegung schon immer andere Gefangene unterstützt, die von der Hinrichtung bedroht waren. Einer dieser Gefangenen, dessen Hinrichtung bereits dreimal erfolgreich durch Proteste verhindert werden konnte, ist der im US-Bundesstaat Georgia seit 1990 inhaftierte Afro-Amerikaner Troy Davis (hier...). Troy Davis war genau wie Mumia beschuldigt worden, einen Polizisten erschossen zu haben und ohne stichhaltige Beweise dafür 1991 zum Tode verurteilt worden. Genau wie bei Mumia war er während der Verhandlung völlig chancenlos, sich angemessen zu verteidigen. Und als dritte Parallele tauchten in den letzten Jahren, die Troy im Todestrakt verbrachte, immer mehr Beweise für seine Unschuld auf. Nach der dritten verhinderten Hinrichtung verfügte der U.S. Supreme Court, dass diese Beweise nun doch juristisch gewürdigt werden müssen. Am 22. Juni wird nun zum ersten Mal ein Gericht die Beweise für Troy Davis' Unschuld hören. Die Anti-Todesstrafenbewegung ruft zu einem weltweiten Aktionstag für Troy Davis auf, um der US-Justiz noch einmal deutlich zu machen, wie stark sie unter Beobachtung steht. (Aufruf in englisch:...)
Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Mai 2010Hallo, hier die leicht verspätete Maiausgabe des Rundbriefes zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Den erhältst Du, weil Du auf der Notfallliste für Mumia stehst. Falls Du diesen Rundbrief nicht mehr bekommen willst, schreibe einfach eine leere E-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück und wir werden Dich nur noch im Alarmfall kontaktieren. Am 29. April hatten zwei Unterstützer aus Berlin und Heidelberg die Gelegenheit, Mumia für knapp sechs Stunden im Todestrakt vom SCI Greene in Waynesburg zu besuchen. Sie werden in den kommenden Wochen Berichte und Artikel veröffentlichen. Hier nur einige erste Eindrücke: Mumia setzt im momentanen juristischen Abschnitt alles daran, vor eine Jury zu kommen. Natürlich ist ihm bewusst, dass das lediglich in einem begrenzten Verfahren um das Strafmass (Lebenslänglich oder Todesstrafe) möglich wäre. Trotzdem will er die Manipulationen und rassistischen Methoden aufdecken, mit denen er und Hunderttausende anderer Gefangener unschuldig zum Leben in Isolation oder Tod verurteilt wurden und werden. Mumia macht einen äusserst gesunden und starken Eindruck. Er zeigt grosses Interesse an globalen politischen Themen. Er bedankte sich mehrfach für die massiv spürbare Unterstützung aus Deutschland, besonders für die vielen Briefe und Postkarten. An seinem Geburtstag erhielt er über 50 allein aus der BRD, an jedem anderen Tag auch zwischen 5 - 10. Neuerdings erreichen ihn Postkarten auch fast ohne Zeitverzögerung. Er sagte, dass die Poststempel in der Regel nicht älter als fünf Tage seien. Starkes Interesse zeigt er an Informationen vom Übergang von Realsozialismus zum Kapitalismus in der ehemaligen DDR und am seitdem erstarkten Neo-Nazismus in der gesamten Bundesrepublik. Mumia erzählte ausführlich über das Gefängnis SCI Greene und gab sehr detaillierte Beschreibungen über den Todestrakt und den Umgang mit den WärterInnen ab. Er beschrieb die extreme Gewalt, die in dieser "Bright Shining Hell" (hell leuchtenden Hölle) vorherrscht. Eine ausführliche Schilderung seiner Zelle, Nahrung, Bekleidung, erlaubter Gebrauchsgegenstände, des Tagesablaufes sowie des Umgangs mit anderen Gefangenen werden in den zukünftigen Berichten enthalten sein. Auch über den Stand der Solidaritätsbewegung und die Frage, wie es von hier aus weitergeht, wurde bei dem Besuch geredet. Mumia hält sich mit Ratschlägen verständlicherweise zurück, hatte aber doch mehrere Anliegen. Er bittet alle, nach ihren Möglichkeiten die unterdrückten Fakten in seinem Verfahren zu verbreiten und den Charakter der rassistischen und politischen Justiz speziell in Philadelphia bekannt zu machen. Er riet UnterstützerInnen, sich nicht zu sehr mit juristischen Details und Widersprüchen der US-Verfassung und ihrer Rechtsauslegung durch Hohe Gerichte zu belasten. Schliesslich zeige sein Fall sowie der von Tausenden anderen, was diese Gesetze wert sind, wenn Beschuldigte arm sind und nicht der europäisch-stämmigen Bevölkerungsmehrheit entstammen - nichts. Er betonte wiederholt während des Gespräches, dass niemand die Kraft des organsierten gemeinsamen Handelns unterschätzen sollte. Dass er noch am Leben sei, zeige, zu was organsierte Menschen fähig sind. Auch wenn zahlenmässig kleine Gruppen dem momentan grössten Imperium der Welt dessen innere Widersprüche vorhalten, können sie etwas bewirken. Er sagte ausdrücklich, dass die Bewegung immer ihren eigenen Weg finden muss. Angesprochen auf die beiden derzeit parallel existierenden Petitionen an Obama und Justizminister Holder antwortete Mumia, dass es sehr vernünftig sei, beide zu unterstützen. Soweit einige erste Eindrücke. In der Auswertung des Gespräches sowie weiteren Unterhaltungen mit US-UnterstützerInnen sind auch einige neue Ideen entstanden. Im kommenden Juni Rundbrief, den nächsten Veranstaltungen und Radiosendungen (immer montags, siehe Termine) mehr dazu. Sehr gefreut hat uns, dass sich Anfang Mai viele Menschen an der Unterstützung von Romaine "Chip" Fitzgerald beteiligt haben. Der ehemalige Black Panther Aktivist ist seit über 40 Jahren inhaftiert. Ähnlich wie bei Mumia und vielen anderen politischen Gefangenen in den USA wurde er mit gefälschten Beweisen verurteilt. Er befand sich seit Ende April in einem unbefristeten Ungerstreik, um seine Rückverlegung von der über einjährigen Totalisolation in den "Normalvollzug" zu erkämpfen. Aufgrund zahlreicher Proteste - sowohl aus den USA aber auch aus anderen Ländern - gaben die Gefängnisbehörden nach ( http://mumia-hoerbuch.de/arn.htm#chiphungerstrikeend050510 ) und Chip konnte seinen Hungerstreik erfolgreich beenden. Um Mumias Geburtstag im April gab es in den USA, Frankreich, der BRD, Mexico und Kanada Veranstaltungen und Proteste. Wir haben einige Links zusammengestellt (siehe "Berichte aus der Bewegung"), konnten aber z.B. nicht von allen Veranstaltungen in Deutschland etwas finden.
Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom April 2010Hallo, Du erhältst diesen Rundbrief, weil Du auf der Alarmliste für Mumia Abu-Jamal stehst. Bitte leite diesen Rundbrief auch selbst weiter und veröffentliche ihn, falls es Dir möglich ist. Falls Du ihn nicht mehr erhalten möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden Dich dann nur noch im Alarmfall anschreiben. Am Tag der politischen Gefangenen - dem 18. März - kam es in der Bundesrepublik in einigen Städten zu Solidaritätsaktionen mit Mumia Abu-Jamal (siehe "Berichte aus der Bewegung"). 2010 gehen auch parlamentarische Beschlüsse für Mumia weiter. Bereits am 25. Februar hat der Stadtrat von Detmold einstimmig eine Resolution zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal beschlossen (Mehr hier...). Nach ähnlichen Beschlüssen in München, Fürth, Bremen, Nürnberg und dem niedersächsischen Landtag ist das nun die 6. parlamentarische Resolution in der BRD. Ähnliche Anträge laufen unseres Wissens nachhttp://www.salzekurier.de/Berichte_10/1003228_Demold_Mumia_Ratsbeschluss.html noch in einigen Städten und Gemeinden sowie im Bundestag und möglicherweise im EU Parlament. Der irische EU-Parlamentarier Joe Higgins veröffentlichte einen Bericht über eine gemeinsame Pressekonferenz mit Mumias Anwalt Robert R. Bryan, welche Anfang März im Brüsseler EU-Parlament stattfand (Mehr hier...). Die Tageszeitung Junge Welt berichtet: "Todesstrafe stoppen" (4.03.10) An alle BerlinerInnen in diesem Rundbrief: Kommt am Samstag, den 24. April zur Kundgebung auf den Heinrichplatz in Kreuzberg. Mumia hat an diesem Tag Geburtstag. Neben Redebeiträgen zu seiner Situation, der von anderen Gefangenen, der Todesstrafe, Gefängnisindustrie sowie politischer Repression gibt es auch Live Musik, Geburtstagskuchen und Kaffee + natürlich bestes Frühsommer Wetter (wurde schon bestätigt :-) Wer noch Plakate oder Flyer zur Mobilisierung haben möchte, melde sich bitte über diese E-Mail Adresse. Noch ein Wort in eigener Sache: wir bekommen oft erst sehr spät Ankündigungen zugeschickt. Zwar können wir die dann meist noch auf der Terminspalte unserer Webseiten posten, für diesen bundesweiten Rundbrief (derzeit knapp 4000 EmpfängerInnen) ist es häufig jedoch schon zu spät, da er im zu Monatsanfang erscheint. Bitte schickt uns Mumia-Unterstützungstermine so früh, wie es euch möglich ist. Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom März 2010Hallo, Du erhältst diesen Rundbrief, weil Du auf der Alarmliste für Mumia Abu-Jamal stehst. Bitte leite diesen Rundbrief auch selbst weiter und veröffentliche ihn, falls es Dir möglich ist. Falls Du ihn nicht mehr erhalten möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden Dich dann nur noch im Alarmfall (Gerichtsentscheidung USSC) anschreiben. Als der US Supreme Court am 19. Januar 2010 seine Entscheidung über Mumia traf, verstanden zwar viele sofort, dass es eine noch tiefer gehende Verschlechterung von Mumias Position bedeutete. Aber die Möglichkeit, den Fall für weitere Monate oder vielleicht sogar über ein Jahr erneut durch juristische Instanzen zu schicken, hat auch überrascht. Die inzwischen ja schon üblich gewordenen Falschmeldungen von Nachrichtenagenturen und Medien taten ein übriges, Interessierten zu suggerieren, ein nebulöses "Verfahren" könnte jetzt nach 28 Jahren von Manipulationen und Verfassungsbrüchen möglicherweise für Gerechtigkeit sorgen. Dazu lässt sich nur sagen: das ist nicht der Fall. Der Spruch des Höchsten Gerichtes besagt nichts anderes, als das sie es für berechtigt halten, trotz schwerer Missachtung der Verfahrensvorschriften bei der Entscheidung des Strafmasses die Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal zu verhängen. Die juristische Detailarbeit soll aber das nieder gelegene 3. Bundesberufungsgericht erledigen, was zumindest in dieser Frage 2008 eindeutig gegen eine Hinrichtung entschieden hatte. Trotz zahlreich dokumentierter Rechtsbrüche haben wir hier erneut die bereits sprichwörtliche "Mumia Exception" (Mumia Ausnahme) erlebt. Es liess sich im Januar jedoch auch feststellen, dass der weit über die USA hinaus spürbare Druck auf die Behörden Erfolg gehabt hat. Es erschien den RichterInnen in diesem politischen Verfahren nicht durchsetzbar, durch entsprechende Entscheidungen die Hinrichtung einzuleiten. Mumia Abu-Jamals Fall ist nach 28 Jahren Todestrakt noch bekannter als bei seiner Inhaftierung 1981. Säckeweise Postkarten aus aller Welt gingen an den Gefangenen, Demonstrationen und weitere Proteste fanden vor konsularischen Einrichtungen der USA quer über den Globus statt und auch auf parlamentarischer Ebene richteten sich viele Resolutionen und Protestnoten an die US-Regierung. Das öffentliche Interesse hat in dieser Phase erneut schlimmeres verhindert. In den USA verstärken sich jetzt die Aktivitäten der Solidaritätsbewegung (siehe dazu auch "Nachrichten aus der Bewegung" weiter unten). Der Druck auf US-Justizminister Eic Holder wird erhöht. Von ihm wird seit letztem Jahr gefordert, eine Bürgerrechtsuntersuchung in Mumias Fall einzuleiten, da dieser im Justizsystem systematisch um alle seine Rechte gebracht wurde. Rein formal ist der Justizminister dazu in der Lage und hat so was in dieser Amtszeit auch schon für einen ehemaligen Senatoren aus Illinois eingeleitet. (Dieser war früher ein Kollege Obamas gewesen.) Die begleitende Petition kann nach wie vor im Internet unterschrieben werden: Hier... Es gibt jetzt monatlich Anruftage ans Justizministerium sowie eine Demonstration vor dem Justizministerium in Washington am 26. April 2010, also zwei Tage nach Mumias Geburtstag. Hier... Eventuell muss der politische Druck aber auch erst eine Etage höher greifen. Obama selbst wird seit Januar 2010 aufgefordert, sich für Mumia und gegen die Todesstrafe generell einzusetzen. Eine von der Verteidigung initiierte Online Petition wuchs in den ersten Wochen in einem rapiden Tempo, verlangsamte sich aber leider in letzter Zeit. Eine wichtige Unterstützung wäre es, hier weiterhin für Verbreitung zu sorgen: Hier... Wer die Texte der Petitionen in deutsch lesen möchte, findet sie hier: Hier... In der Bundesrepublik konzentrieren sich jetzt bereits viele auf den 56. Geburtstag von Mumia Abu-Jamal. Samstag, den 24. April 2010 wird es mehreren Städten zu Aktionen, Demos oder Veranstaltungen kommen. Einige sind bereits unten in den Terminankündigungen aufgelistet. Zwischen dem 23. - 26. Februar fand in Genf der 4. Weltkongress gegen die Todesstrafe statt. Über 1000 Deligierte und Gäste aus mehreren Kontinenten diskutierten über Strategien zur Abschaffung der Todesstrafe. Spezielles Augenmerk lag diesmal auf den Bemühungen, die Todesstrafe endlich in den USA und Japan, aber auch in China und dem Iran einzudämmen. Auch Mumia Abu-Jamal nahm per Telefon daran teil - auf der Abschlussvernastaltung redete er vor ca. 1500 ZuhörerInnen über die ca. 3200 Todestraktgefangenen in den USA sowie alle ca. 20.000 Menschen weltweit, die mit einer Hinrichtung durch den Staat konfrontiert sind. Er betonte, wie wichtig die weltweite Unterstützung für alle Todestraktgefangenen ist. Der 4. Weltkongress gegen die Todesstrafe endete mit der Aufforderung an alle hinrichtenden Staaten, ein Moratorium für die nächsten 5 Jahre auszusprechen: Hier... Auch auf parlamentarischer Ebene setzt sich die Unterstützung für Mumia Abu-Jamal fort. Am 2.März 2010 veranstaltet die ParlamentarierInnengruppe der Linken Parteien im Europaparlament eine Pressekonferenz unter dem Titel "Free Mumia Abu-Jamal". Es wird dort neben dem skandalösen juristischen Verhalten in Mumias Fall "auch um die Todesstrafe in den USA und im Rest der Welt gehen," heisst es im Einhladungstext der Europabageordneten Sabine Lösing und Søren Bo Søndergaard. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf eine neue Initiative von Gefangenen in den USA hinweisen. Die Gefangenen Vereinigung "The Other Death Penalty Project" aus den USA startet in der kommenden Woche eine Schreibaktion. Sie wollen alle Anti-Todesstrafen Organisationen anschreiben und auffordern, endlich die Forderung nach Abschaffung der Todesstrafe nicht mehr mit der Einführung von "Lebenslänglich ohne Bewährung" zu ersetzen. Seit Abschaffung der Todesstrafe in manchen US-Bundesstaaten lässt sich ein rapider Anstieg der sog. "langsamen Todesstrafe" beobachten, wie die Gefangenen sie nennen. Momentan sind in den USA über 40.000 Gefangene für den Rest ihres Lebens inhaftiert. Der Governeur des US-Bundesstaates New Mexicos, Bill Richardson bezeichnete diese Art der Bestrafung "schlimmer als den Tod". In seiner Amtsphase wurde die Todesstrafe in New Mexico 2009 abgeschafft. Er nimmt in den kommenden Tagen auch am 4. Weltkongress gegen die Todesstrafe in Genf teil. Die Gefangenen von "The Other Death Penalty Project" rufen die US-Anti-Todesstrafen Bewegung dazu auf, endlich die verlogene Formel von "Lebenslänglich ohne Bewährung" fallen zu lassen und sich statt dessen verstärkt für faire Verfahren, Abschaffung der Klassenjustiz sowie des institutionalisierten Rassismus einzusetzen. Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Februar 2010Hallo, Am 19. Januar 2010 fiel die langerwartete Entscheidung über den Todesstrafenantrag gegen Mumia am US Supreme Court. Wie so oft überschlugen sich Pressemeldungen mit allerlei Ungereimten bis hin zu absoluten Falschmeldungen. Vermutlich wird es die Free Mumia Bewegung Monate kosten, um die Interessierten in diesem Land über die reale Sachlage zu informieren: Es gibt KEIN neues Verfahren für Mumia Abu-Jamal! Im Gegenteil: dem Antrag der Staatsanwaltschaft wurde insofern entsprochen, als das die Umwandlung der Todesstrafe in Lebenslänglich (so entschieden 2001 und 2008 an Bundesgerichten) aufgehoben wurde. Formal wurde der Fall ans 3. Bundesberufungsgericht zurückverwiesen mit der eindeutigen Empfehlung, die Todesstrafe auszusprechen. Das bedeutet zweierlei: Zur Einschätzung der weiteren juristischen Abläufe lest bitte das verlinkte Interview mit Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan ("Presse"). Beide Petitionen an Obama und Justizminister Eric Holder sind weiterhin relevant. Bitte verbreitet sie nach wie vor weiter und unterschreibt sie, fall ihr es nicht ohnehin schon getan habt. Wer die Petitionstexte noch mal auf Deutsch lesen möchte, findet
die Obama Petition hier Vermutlich hoffen die Behörden darauf, dass die Proteste und das öffentliche Interesse um den Fall wieder abflauen. Sie wollen Mumia Abu-Jamal so oder so bis an sein Lebensende im Gefängnis halten. Die Solidaritätsbewegung lässt sich davon jedoch nicht täuschen. Sicherlich sind alle froh, dass wir nicht in einem der kältesten Winter seit Jahrzehnten Notfallproteste mit grossem Aufwand auf der Strasse organisieren müssen. Die Unterstützungsarbeit geht jedoch nach wie vor weiter. Es gab als direkte Reaktion auf die Entscheidung bereits öffentliche Demos und Aktionen in New York, Philaldelphia, Hannover, Bielefeld und vor wenigen Tagen in Heidelberg (siehe "Berichte aus der Bewegung"). Wir hörten auch von einer Kundgebung in Neuseeland. Resolutionsanträge zur Unterstützung von Mumia und für eine generelle Ablehnung der Todesstrafe laufen im Bundesgebiet weiter (siehe dazu auch "Berichte aus der Bewegung"). Am 28.01.10 verabschiedete die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung eine Resolution gegen die Todesstrafe und für die Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Dasselbe passierte einige Tage zuvor in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain/Kreuzberg in Berlin. Auch hier scheint sich niemand von der Vernebelungstaktik der US-Justiz sowie der Medien täuschen zu lassen. Auch weitere Filmvorführungen und anschliessende Diskussionen sind in verschiedenen bundesdeutschen Städten für den Februar angekündigt (siehe "Termine"). Sehr viele Menschen schreiben Mumia in den Todestrakt siehe hier... Mumia Abu-Jamal hat am 24. April 2010 seinen 56. Geburtstag, es wird sein 28. in Haft. Da die Postzensur ungefähr zwei Monate dauert, wäre es gut, wenn ihr eure Geburtstagsglückwünsche noch im Februar absendet. Adresse... In den nächsten Tagen wird es darüber hinaus auch Deligiertentreffen verschiedener Free Mumia Bündnisse und Gruppen geben, um darüber zu beraten, wie wir die Freiheit von Mumia und die Abschaffung der Todesstrafe unabhängig von den Justizpossen, die uns seit Jahrzehnten vorgeführt werden, verstärken können. Erste Überlegungen:
Ausserdem gibt es viele kleinere Projekte, die bereits laufen und aufgegriffen werden können. So wäre es möglich, mit der gerade neu erschienenen Solidaritäts-CD "Rage Against The Death Machine" und darauf vertretenen KünstlerInnen regional Konzerte/Parties zu veranstalten, um a) Öffentlichkeit über Mumia und den Kampf gegen die Todesstrafe herzustellen und b) auch Solidaritätsgelder für die laufende Kampagne einzuspielen. Interessierte können sich per E-Mail an mumia_soli_musik@riseup.net wenden. Einzelne sitzen auch gerade daran, Themenkomplexe wie den Widerstand gegen die Todesstrafe oder den gefängnisindustriellen Komplex zu vertiefen. Mumia Abu-Jamal arbeitet seit Jahrzehnten zu beiden Themen. Eventuell wird es in der zweiten Jahreshälfte die Möglichkeit geben, ReferentInnen darüber einzuladen. Im Bundesverband Freier Radios werden jetzt auch hin und wieder Beiträge unserer Radiogruppe zum freien Download veröffentlicht. Info... Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Januar 2010Hallo, Mumias Hauptverteidiger Robert R. Bryan gab am 14.12.09 bekannt, dass er vor dem 11. Januar 2010 nicht mehr mit einer Gerichtsentscheidung über den Todesstrafenantrag gegen Mumia rechne. Der US Supreme Court befindet sich bis dahin in den Winterferien. Während an vielen Orten weiterhin für die Mumia-Notfallproteste mobilisiert wird, fand rund um den 9. Dezember in vielen Städten ein Aktionstag für Mumia statt (siehe dazu "Berichte aus der Bewegung"). Im Bundestag wurde am 17.12.09 ein Entschliessungsantrag über Mumia Abu-Jamal eingebracht (hier...). Mit einer Abstimmung ist im Januar zu rechnen. Mumia selbst richtete sich in einem Schreiben direkt an die Abgeordneten, in dem er sie aufforderte, sich für alle Todestrakt Gefangenen einzusetzen und auf die Abschaffung der Todesstrafe zu drängen. In Kaiserslautern scheiterte eine ähnliche Initiative Mitte Dezember im Stadtrat (hier...), in Nürnberg wurde sie im zweiten Anlauf am 16.12.09 verabschiedet (hier...). Zuvor hatten schon Stadträte in München und Fürth sich für Mumia eingesetzt, ebenso wie die Bremer Bürgerschaft, ein Landesparlament. Für Januar sind in weiteren Städten ähnliche Anträge geplant. So begrüssenswert diese Entwicklung auch ist, dürfen wir eine wichtige Sache nicht aus den Augen verlieren: Es geht hier nicht nur darum, dass Mumia überlebt, es geht darum, dass er freigelassen wird! Natürlich ist unser momentanes Hauptinteresse, die alten Sklavenbarone und ihre gesellschaftliche Vertretung daran zu hindern, Mumia zu ermorden. Aber wir geben uns nicht mit einer lebenslangen Inhaftierung zufrieden, so wie es der juristische Rahmen als einzige Alternative anbietet. Mumia wurde nie des Mordes an Daniel Faulkner überführt und hätte keinen einzigen Tag im Gefängnis sitzen dürfen. Darüber hinaus hat kein Staat das Recht, Gefangene zu ermorden. Die Justiz erfüllt nicht nur in den USA vor allem die Aufgabe, die Fabriken der Knastindustrie mit armen Menschen zu füllen und soziale Proteste im Keim zu ersticken. Die sog. "Kriminalität" ist im grossen Massstab gesehen ein Mythos. Auch in der Bundesrepublik: in Berliner JVA Tegel z.B. sitzt ein Grossteil der Gefangenen, weil sie ihre Rechnungen nicht mehr zahlen konnten. Gefängnisse werden zusehends zum "Sozialstaatsersatz". Diese Tatsachen immer wieder herauszustellen und in die Diskussion zu bringen , könnte unserer Meinung nach eine der Hauptaufgaben der FREE MUMIA Bewegung sein. Wir hoffen, dass es uns gemeinsam 2010 gelingen wird, Mumias Leben zu retten sowie einen neuen und realistischen Weg zu seiner Freilassung auf zu stossen. Die Bundesrepublik steht am Anfang der Gefängnisprivatisierung nach dem Modell der USA. Wir können von den Gefangenenkämpfen und Anti-Knast-Bewegungen dort eine Menge lernen. Die Unterstützung von Mumia Abu-Jamal ist in den letzten drei Monaten erfreulicherweise immens gestiegen. Wir können seit November nicht mehr auf alle Ereignisse in diesem Rundbrief eingehen. Daher verlinken wir die meisten Artikel nur noch, um einen Gesamtüberblick zu ermöglichen. Wer selbst Blogs oder Webseiten betreibt, kann jetzt auch an einer Online Demonstration für Mumia teilnehmen (hier...) Zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Dezember 2009Hallo Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal, hier der Rundbrief für den Dezember 2009. Bitte verbreite den auch weiter. Falls du ihn nicht mehr bekommen möchtest, schicke einfach eine leere e-mail an uns zurück mit Betreff: "Keinen Rundbrief mehr". Es ist nach wie vor keine Entscheidung über den Todesstrafen Antrag gegen Mumia gefallen. Die Vorbereitungen für die Notfallproteste intensivieren sich jedoch. Die Unterstützung für den Aufruf ist im letzten Monat auch noch angewachsen (hier...). Bitte sprecht weiterhin Gruppen und Organisationen dafür an. Auch Einzelpersonen können gerne unterschreiben. Der November war gekennzeichnet von so vielen FREE MUMIA Aktivitäten wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Mehr dazu in den Berichten aus der FREE MUMIA Bewegung weiter unten. Es sieht so aus, als ob sich dies auch im Dezember so fortsetzen wird, wie die uns bekannten Termine (siehe auch hier weiter unten) jetzt schon andeuten. Besonders möchten wir auf den neunen Solidaritäts-Sampler für Mumia hinweisen: "RAGE AGAINST THE DEATH MACHINE - 28 years of injustice - Free Mumia Now!" Die Doppel-CD wird ca. am 20. Dezember (kurz nach Mumias 28. Haftjahrestag - leider verspätet sich die Produktion) erscheinen und kostet 13 Euro. Alle Gewinne gehen an die Rote Hilfe e.V. zur weiteren Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Bestellen könnt ihr diese CD beim Bremer Schallplattenverlag Jump Up:
info@jumpup.de -
Erste Infos hier... Im Augenblick entstehen an vielen Orten neue FREE MUMIA Gruppen oder Bündnisse. Ein Überblick befindet sich hier. Diese Seite befindet sich noch im Aufbau und wird regelmässig aktualisiert. Allen BerlinerInnen in dieser Liste möchten wir auch besonders auf Mittwoch, den 9. Dezember 2009 aufmerksam machen. An Mumias 28. Haftjahrestag finden in vielen Städten Demos und Kundgebungen statt, sollten die geplanten Notfallproteste bis dahin noch nicht gestartet sein. Wir treffen uns mit Fahrrädern um 16 Uhr am Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain und demonstrieren per Rad zur US-Botschaft. Oder für alle, die lieber nicht durch den Dezember radeln: Kommt ab 17:30 zur Abschlusskundgebung auch zu Fuss direkt vor die US-Botschaft am Pariser Platz 2 (neben dem Brandenburger Tor) und macht eure Forderung nach Mumias Freiheit mit Transparenten und Sprechchören deutlich. Noch eine dringende Bitte für die Vorbereitung der bundesweiten Notfalldemo in Berlin, sollte die Todesstrafe gegen Mumia rechtskräftig werden: Wir brauchen Spenden! Trotz der starken Unterstützung durch die Rote Hilfe e.V. reichen die Mittel schon lange nicht mehr, um alle Arbeiten finanzieren zu können. Gerade für die Notfalldemo sollten wir in der Lage sein, schnell Geld für Öffentlichkeitsarbeit, laute Tonanlagen sowie ein geeignetes Fahrzeug zu haben. Aufgrund des unklaren Zeitpunktes gestaltet es sich enorm schwierig, definitive Zusagen aus den "Szene-Strukturen" zu erhalten. Daher bitten wir alle, denen es möglich ist, um eine Spende. Konto: Zum weiteren Inhalt - diesmal mit vielen Internet Links, da es aufgrund der vielen Aktivitäten und Veröffentlichungen nicht möglich ist, alle einzeln vorzustellen.
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom November 2009Hallo, hier der Novemberrundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Du erhälst den, weil du auf der Alarmliste für Mumia Abu-Jamal stehst. Wenn du den weiterleiten/verbreiten möchtest, hilft das sehr. Wenn du diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief" mehr an uns zurück und wir werden dich nur noch im Alarmfall informieren. Die Vorbereitungen zu Notfallprotesten für den von der Todesstrafe bedrohten afromaerikanischen Journalisten laufen auf Hochtouren. In zahlreichen Städten werden dezentrale Aktionskonzepte entwickelt. Einige sind weiter unten bereits aufgeführt. Auch der Aufruf der Roten Hilfe e.V. zu einer bundesweiten Demonstration im Falle eines Hinrichtungstermins (hier...) gewinnt immer mehr Unterstützung (hier...). Der Aufruf ist jetzt auch in einigen anderen Sprachen verfügbar (hier...). Nach wie vor können alle noch nach weiteren UnterstützerInnen für diesen Aufruf suchen. Zuschriften gerne an uns zurück. Veranstaltungen und Kundgebungen, die Mumias Leben und Freiheit thematisieren, finden seit Ende September wöchentlich überall in der BRD statt. Die Aktivitäten sind seit dem Sommer 2009 enorm angestiegen. Selbst in der bürgerlichen Öffentlichkeit beginnen neue Initiativen. So haben sich z.B. am 28.10.09 die Mehrheit der Münchner Stadträte mit Mumia solidarisiert (hier...). Auch in Berlin laufen die Vorbereitungen für die Notfallproteste auf Hochtouren: Sollte die Todesstrafe gegen Mumia bestätigt werden, wird am 3. Tag danach um 12 Uhr vor die US-amerikanische Botschaft am Pariser Platz mobilisiert. Dort soll lautstark dem Unmut über den angekündigten Justizmord Ausdruck verliehen werden. Ausserdem wird es am letzten Samstag vor einem angesetzten Hinrichtungstermin eine bundesweit mobilisierte Demonstration vom Kreuzberger Oranienplatz zur US-Botschaft geben. Beginn ist dann um 14 Uhr. Es gibt eine Datei, in der praktische Vorschläge zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal für Einzelpersonen und Gruppen zusammengestellt sind: (hier...). Bis heute. den 1. November 2009, ist noch keine Entscheidung am US Supreme Court über Mumias Leben gefallen. Mumias Anwalt Robert R.Bryan macht in seinem neuesten Legal Update jedoch erneut deutlich, wie ernst die Lage ist. Der Text im Original: http://mumia-hoerbuch.de/legalupdate.htm#legalupdate291009 Eine deutsche Übersetzung hat das Bremer IVK bereits angekündigt: (hier...). Im November wird ein neue Musik Solidaritäts-CD für die Free Mumia Kampagne erscheinen. Oldenburger Mumia UnterstützerInnen sind in intensiven Vorbereitungen. Die Doppel-CD wird 13€ kosten und über den Bremer Jump Up Verlag und den Rote Hilfe-Literaturvertrieb erhältlich sein. Darauf vertretene MusikerInnen sind z.B. Irié Revoltés, Spirit Child, Chaoze One, Tod Und Mordschlag, Zion Train, Müllsch, Kobayashi, Rebell Der Welt, Rantanplan, Holger Burner u.v.a. mehr. Ausserdem gibt es beim Rote Hilfe Literatur Vertrieb als auch beim Berliner FREE MUMIA Bündnis bald neue Plakate, Aufkleber, Postkarten, T-Shirts etc. zur Unterstützung für Mumia Abu-Jamal. Bitte bestellen und verteilen. Kontakt:
literaturvertrieb@rote-hilfe.de
und
Auf der Seite des Münchner FREE MUMIA-Bündnis können neue Anzeigenvorlagen für die Notfallproteste herunter geladen werden. Bitte verbreitet die weiter und stellt sie auf eure Webseiten. (hier...). und dann auf „Material-Download (Flugblätter, Radio-Jingles; Postkarten etc.)“ klicken. zum weiteren Inhalt:
Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Oktober 2009Hallo Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal, hier der monatliche Rundbrief über den Kampf um das leben und die freiheit von Mumia Abu-Jamal. Für uns überraschend, begann bereits vorgestern, am 29. September 2009 die nächste Sitzungsphase des US Supreme Courts. In naher Zukunft wird die Entscheidung erwartet, ob sie die Wiedereinsetzung der Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal für verfassungsgerecht halten, wie es die Staatsanwaltschaft von Philadelphia fordert. Wie Mumias Verteidigung sagt, ist Mumia in der lebensbedrohtesten Lage seit seiner Festnahme 1981. In vielen Orten kündigen Mumia Unterstützer_innen jetzt praktische Schritte an, sollten die Behörden in den USA wirklich soweit gehen und diesen Justizmord durchziehen wollen. In der Bundesrepublik, Griechenland und Mexico laufen Vorbereitungen zu einem dezentralen Aktionstag, "Mumia 3+12". Die Rote Hilfe e.V. ruft zusammen mit dem VVN-BdA Bundessprecherkreis & VVN-BdA Bundesausschuss sowie vielen anderen Erstaufrufer_innen zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin für den Fall auf, dass ein Hinrichtungsdatum ausgesprochen wird: http://rote-hilfe.de/. Alle, die diesen Aufruf als Organisation, Gruppe oder Einzelperson unterstützen wollen, schreiben bitte an
In diesem letzten Jahresabschnitt wird es auf uns alle ankommen, Mumias Leben zu retten um später dann seine Freiheit zu erkämpfen. zum weiteren Inhalt:
Wegen der Dringlichkeit in Mumias Fall werden wir diesen Monat keine Beiträge zu anderen Themen in diesen Rundbrief aufnehmen, möchten aber auf 2 Sachen hinweisen:
In vielen Orten des aktuell laufenden 2. Teils der bundesweiten Mumia Infotour bilden sich genau wie bei der ersten Hälfte im Mai und Juli neue Mumia-Unterstützer_innengruppen. So z.B. in München. Dort kann ebenfalls der Demoaufruf der Roten Hilfe e.V. zu einer bundesweite Demonstration für Mumia heruntergeladen werden. Allein in diese Alarm- und Rundbriefliste haben sich bundesweit seit Mai 2009 ca. 1300 neue Mumia-Unterstützer_innen eingetragen. Diese Mumia Rundbriefe werden direkt von ca. 3000 Menschen in der Bundesrepublik gelesen, Viele weitere finden sie auf diversen Webseiten und Internetblogs. Am 5. September demonstrierten 50.000 Atomkraftgegener_innen in Berlin gegen die Weiternutzung dieser lebensfeindlichen Technologie. Auf Einladung der Organisator_innen nahm auch das Berliner Free Mumia-Bündnis an der Demo teil und konnte vor der US-Botschaft direkt bei der Abschlusskundgebung am 70 Meter entfernt gelegenen Brandeburger Tor sehr gut sichtbar für Mumia demonstrieren.
Fotos und Berichte hier... Auf der Demo am 13. August in Gedenken an Oury Jalloh in Magdeburg verabschiedeten die Organisator_innen eine Solidaritätsbotschaft für Mumia Abu-Jamal. Sie weisen darin auf die Ähnlichkeit im Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt hin. Der vollständige Text steht hier... Im Heft 9/2009 der "Mitteilungen der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE" ist ein Beitrag "Free Mumia" abgedruckt. Die in diesem Artikel abgebildete Pinselzeichnung von Gerd Schulz aus Wildau soll sich kopiert als Grusspostkarte eignen. hier... In der Terminliste könnt ihr weitere laufende Aktivitäten sehen. Wie auf der Mumia Infotour momentan täglich berichtet, ist es derzeit sehr wichtig, dass viele Menschen an Mumia direkt in den Knast schreiben, um den Behörden zu zeigen, wie bekannt sein Fall auch nach über 27 Jahren ist und dass die Welt nach Pennsylvania schaut und Gerechtigkeit für Mumia erwartet. Details dazu findet ihr hier... In den USA ist vor kurzem eine neue Musik Doppel CD erschienen, um Mumias Situation deutlich zu machen und für seine Freiheit zu mobilisieren. Der Erlös der CD geht an die Solidaritätskampagne in den USA. Es heisst "On the Move – Sounds Inspired by Mumia Abu Jamal" Vertreten sind Künstler_inne wie Public Enemy, Maya Azucena und Living Colour, Abiodun Oyewole (Last Poets), Spiritchild, Stephanie Rice, Immortal Technique, Nana Soul und viele andere mehr wollen der Kampagne für Mumias Leben und Freiheit neue Kraft geben. Erschienen ist das Album bei A Black Waxx Nation, Inc. In Deutschland gibt es die Doppel CD für 15 Euro bei lea-joana@web.de zu bestellen. Im September war ein Referent der Mumia Infotour zu Gast in der Fernsehsendung T.O.P. TV und hatte hier ausführlich Gelegenheit, über Mumia Abu-Jamal, die Hintergründe seiner Verhaftung sowie die aktuelle Situation zu reden. Eine Aufzeichnung des ca. 23 minütigen Beitrages gibt es
A HREF="http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/7gQhHiH-Free-Mumia-01" target="link"> hier im Internet. Wir denken, dass es im Ernstfall - also einem rechtskräftigen Todesurteil gegen Mumia - vergleichseweise "einfach" sein wird, mediale Öffentlichkeit durch Proteste herzustellen. Wenn sich viele Unterstützer_innen jetzt darauf vorbereiten, könnte diese mediale Öffentlichkeit dann auch dafür benutzt werden, zu der geplanten bundesweiten Demonstration nach Berlin zu mobilisieren. Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom September 2009Hallo Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal, hier der neue Rundbrief für September 2009. Du erhälst den, weil du auf der Alarmliste für Mumia Abu-Jamal eingetragen bist. Wenn du den Rundbrief weiterverbreitest, hilft das sehr. Wenn du ihn nicht bekommen möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail zurück mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr". Wir werden dich dann nur noch im Falle der möglicherweise sehr bald neu eingesetzten Todesstrafe gegen Mumia anschreiben. Mumia Abu-Jamal befindet sich in der gefährlichsten Lage seit seiner Festnahme 1981. Der U.S. Supreme Court wird in seiner im Oktober beginnenden Sitzungsphase über den Antrag der Staatsanwaltschaft nach Wiedereinsetzung der Todesstrafe entscheiden. Sollte das Gericht dem stattgeben, gibt es keine juristische Möglichkeit mehr, dagegen vorzugehen. Daher geht es jetzt vor allem darum, starken politischen Druck zu erzeugen. Die US-Solidaritätsbewegung versucht seit Monaten, die Obama Regierung zu einer Stellungnahme für Mumia zu bewegen. Im Juli wurde eine Petition an US-Justizminister Eric Holder übergeben, worin eine Untersuchung über den Rassismus in der Justiz exemplarisch an Mumias Fall gefordert wird. Dieser Antrag fand während der letzten Wochen immer stärkere Unterstützung, z.B. von der NNACP Hauptversammlung in New York, dem Vorsitzenden des NAACP in Boston oder auch dem der New Yorker Anwaltskammer. In den nächsten Tagen wird auch eine weitere Petition von Mumias Verteidigung an Präsident Obama selbst erwartet. Sobald sie im Internet erschienen ist, werden wir hier informieren. Diverse Gruppen rufen inzwischen dazu auf, am 3. Tag nach einer möglichen Verkündung der Todesstrafe Blockaden und Aktionen vor diplomatischen Vertretungen der USA oder auch Firmen durchzuführen, die ihren Sitz entweder in den USA haben oder aber am gefängnisindustriellen Komplex dort verdienen. Demnächst wird ein Aufruftext veröffentlicht. An manchen Orten beginnen diese Aktionen um 12 Uhr mittags - daher heisst das Konzept "Mumia 3+12". Ankündigungen dazu erreichen uns bisher aus einigen Regionen der BRD, aus Griechenland und aus Mexico. Mumia Unterstützer_innen in den USA sind von dieser offen angekündigten, praktischen Solidarität beeindruckt und motiviert. Aber auch die Gegenseite, die Mumia ermorden lassen will, schläft nicht. Unter aktiver Mithilfe des rechten Journalisten Michael Smerconish veröffentlichte Der SPIEGEL am 24.08.2009 einen sehr hetzerischen Artikel "Mythen - Die Feuer der Hölle". Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan sagt dazu, dass zahlreiche Unwahrheiten in diesem Artikel über Mumia selbst als auch das US-amerikanische Rechtssystem geschrieben stehen. Ein "legal update" speziell dazu sei in Vorbereitung. Sobald es erschienen ist, wird es u.a. auch auf http://mumia-hoerbuch.de veröffentlicht werden. Schwerpunkt werden die im Artikel aufgestellten falschen Behauptungen über Spendengelder und Mumias Aussageverhalten sein. Generell ist dazu zu sagen, dass Der SPIEGEL einerseits schlecht recherchiert hat, andererseits sich aber klar der rechtsradikalen Polizeibruderschaft "Fraternal Order Of Police" (FOP) andient. Es scheint den Ordnungshütern dieses Landes und ihrem Staatsschutzverlautbarungsorgan nicht entgangen zu sein, dass momentan sehr viele Menschen momentan über Mumias Kampf um Leben und Freiheit nachdenken. Die Bewegung umfasst anders als in den meisten anderen aktuellen Anti-Repressionskampagnen sehr viele Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugungen. Der SPIEGEL versucht hier ganz klar, die Bewegung zu verunsichern und zu diffamieren, um weiteres Interesse zu verhindern. Das wird ihnen nicht gelingen! Wer sich über die Kritik an diesem Spiegelartikel genauer informieren möchte, kann uns um einen Mp3 Mitschnitt einer Radiosendung anschreiben, in der das vergangenen Montag ausführlich thermatisiert wurde. Wir alle sollten uns eines vor Augen halten: über Mumia Abu-Jamals Leben wird in den nächsten Wochen oder Monaten entschieden werden. Wenn wir jetzt nicht alle unsere Möglichkeiten ausschöpfen, werden wir in Zukunft eventuell keine Möglichkeit mehr dazu haben. Die Zeit für Mumia ist jetzt! Schreibt Mumia in den Knast (Hier mehr Infos... ) , bereitet selbst Aktionen vor ("Mumia 3+12") und schafft Öffentlichkeit. Sollte es die Lynchjustiz wirklich wagen, die Todesstrafe gegen Mumia zu bestätigen, wird es am letzten möglichen Samstag vor einem Hinrichtungstermin eine grosse Protestdemonstration zur Berliner US-Botschaft geben. zum weiteren Inhalt:
Derzeit sind noch viele weitere Veranstaltungen im Rahmen der Mumia Infotour in Vorbereitung. Schaut bitte regelmässig auf http://mumia-hoerbuch.de/termine.htm Die Tour kommt durch die meisten bundesdeutschen Regionen. andere Termine Fr. 11.9.09 Frankfurt - 17:00 Uhr: Kundgebung zur Freilassung Leonard Peltiers U.S. – Generalkonsulat in Frankfurt am Main, Giessener Str. 30, 60435 Frankfurt am Main Bundesrepublik: Oury Jalloh & Dennis J. - das war Mord Am 11. August fand in Magdeburg eine Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh statt. Oury Jalloh war am 7. Januar 2005 in einer Polizeizelle in Dessau verbrannt. Niemand half ihm, viele gehen von bewusstem Mord durch die Polizeibeamten aus. Der anschliessende Prozess war eine Farce und Beleidigung für die Angehörigen von Oury Jalloh. Die Justiz hatte keinerlei Interesse an Aufklärung. Die Demo in Magdeburg zog nun zum Landtag und Innenministerium, um den Verantwortlichen nochmal deutlich zu machen, dass wir Aufklärung, Gerchtigkeit und Entschädigung erwarten. Ein detaillierter Bericht findet sich Hier... Dort wurde ebenfalls ein solidarischer Beitrag über Mumia Abu-Jamal gehalten. Der steht hier... Nur wenige Tage später fand aus ganz ähnlichem Grund eine Kundgebung in Berlin statt. Freunde, Angehörige und solidarische Unertstüzer_innen versammelten sich in der Karl-Marx-Str., um an die Erschiessung von Dennis J. durch einen Berliner Polizisten vom 31.12.2008 zu erinnern. Während sich die Berliner Presse und Polizei bis heute Mühe gibt, das Bild eines Schwerverbrechers von Dennis J. zu zeichnen, ist der Mörder in Uniform bis heute frei. Die Angehörigen fordern genau wie bei Oury Jalloh Aufklärung und Gerchtigkeit. Weitere Infos auf hier... oder hier... 12. September 2009 - weltweiter Aktionstag für die Cuban 5 Am 12. September jährt sich zum 11. mal die Verhaftung der Cuban 5 in den USA. Die internationale Solidaritätsbewegung für die Befreiung der Fünf ruft zu Aktionen auf. Werdet vor Ort selbst aktiv, jede Unterstützung in Form von Informationen, Kundgebung, Demo, Filmvorführung "Mission gegen den Terror" ist hilfreich. Näheres über eine geplante Veranstaltung am 12..09. in Berlin gibt es ab Anfang September USA: Neuigkeiten im Kampf für das Leben von Troy Davis Am Montag, dem 17. August entschied er US Supreme Court trotz Sommerpause, den Fall von Troy Davis erneut vor das im Bundesstaat Georgia ansässige Bezirksgericht zu verweisen. Das ist eine riesige Entwicklung, jedoch (wie so häufig) nicht völlig ohne Haken. Der SC hat sich selbst vor einer Entscheidung gedrückt und das Ganze zurückgeschickt, wo es angefangem hat. Positiv ist, dass er ausdrücklich sagt, das Bezirksgericht soll auch Beweise würdigen, die im ursprünglichen Verfahren nicht erhältlich waren. Aber das bedeutet jetzt nicht automatisch, dass diese auch für zutreffend eingestuft werden. Es ist jedoch ein grosser Etappensieg im Kampf umd as Leben von Troy Davis. Das ist der Verdienst seiner Familie und Unterstützer_innen sowie der weltweiten Anti-Todesstrafenbewegung. Jetzt gilt es, den Druck aufrecht zu erhalten - dann kann Troy Davis gewinnen. Eine US-Presseschau und erste Kommentare LINK 26. September: US-weiter Marsch auf Washington für Troy Davis Familie und Angehörige von Troy Davis, Amnesty International USA, die Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe ( CEDP) sowie viele andere Organisationen rufen in den gesamten USA dazu auf, vor dem Weissen Haus grundsätzlich gegen die Todesstrafe und für das Leben von Troy Davis zu protestieren. Sie nehmen dabei ausdrücklich auch Bezug auf die Demonstrationen für Mumia Abu-Jamal in den 90igern, die die aktuelle Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe in den USA ins Leben gerufen haben. USA: Begnadigung für Leonard Peltier abgelehnt - Proteste Die mit Spannung erwartete Begnadigung des politischen Gefangenen Leonard Peltier - ebenfalls im US-Bundesstaat Pennsylvania inhaftiert - ist abgelehnt worden. Zynischerweise haben die Behörden ihm eine erneute Anhörung im Jahr 2024 angeboten. Leonard Peltier wäre dann 79 Jahre alt. Er sitzt bereits 33 Jahre im Knast. Genau wie bei Mumia ist ihm ein Polizistenmord untergeschoben worden, sogar zweifach. Am 11. September wird es in Frankfurt a.M. um 17 Uhr vor dem US-Konsulat eine Kundgebung für die Freilassung von Leonard Peltier geben. Hier ist ein Aufruf der Leonard Peltier Solidaritätsgruppe Rhein Main (LPSG)... Bitte nehmt nach Möglichkeit daran Teil und verbreitet den Aufruf weiter. No Justice No Peace! Freiheit für Leonard Peltier und Mumia Abu-Jamal! Am 28. September fand vor der Berliner US-Botschaft bereits eine sehr kurzfristig mobilisierte Kundgebung mit der Forderung nach sofortiger Freilassung von Leonard Peltier statt. Ein kurzer indymedia-Bericht dazu befindet sich hier... Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom August 2009Hallo, hier die August Ausgabe des FREE MUMIA Rundbriefes aus Berlin. Du erhälst den, weil du auf der Notfall Liste für Mumia Abu-Jamal stehst. Wenn du diesen Rundbrief weiter verbeitest/veröffentlichst, hilft das sehr. Wenn du nur im Alarmfall benachrichtigt werden möchtest, schreibe einfach eine leere e-mail an uns zurück mit dem Betreff: &qout;Keinen Rundbrief mehr&qout;. Während überall die Ferienphase eingetreten ist, sind etliche Mumia-Unterstützer_innen sehr aktiv, auf die im Herbst anstehende Entscheidung über Wiedereinsetzung der Todesstrafe gegen Mumia hinzuweisen. In mehr als 20 Infoveranstaltungen wurde seit Mai 2009 auf die lebensbedrohliche Lage von Mumia hingewiesen. Einige Hundert Besucher_innen haben bisher die Mumia-Infotour besucht, viele weitere Veranstaltungen werden momentan vorbereitet. In mehreren Orten sind neue Free Mumia Bündnisse oder Unterstützer_innenkreise entstanden, so z.B. in Hannover, Köln, Bielefeld, Bremen, Osnabrück oder Oldenburg. Ältere Mumia-Unterstützer_innen haben sich an manchen Orten wieder zusammengefunden, um gemeinsam mit neuen Interessierten den Kampf für Mumias Leben und Freiheit aufzunehmen. Die Infotour geht noch bis in den September hinein weiter. Neue Termine werden regelmässig in der Terminrubrik nachgetragen. Neben den gesellschaftlichen Hintergründen (Rassismus, Todesstrafe, Gefängnisindustrieller Komplex) wurde und wird viel über praktische Solidaritätsarbeit für Mumia nachgedacht. Drei Punkte werden dabei immer wieder hervor gestellt:
Zu diesen und bestimmt auch weiteren Punkten wird ab September bestimmt noch eine Menge veröffentlicht werden. Wir informieren auch in diesem Rundbrief über alle wichtigen Entwicklungen. Gerade in Berlin freut es uns riesig, dass nach einigen Jahren der relativen Stille nun wieder stärkere Unterstützungsarbeit für Mumia in diesem Land zu beobachten ist (siehe auch TERMINE). In Anbetracht der bedrohlichen Lage ist das motivierend und zeigt uns, dass wir den Kampf um Mumias Leben und Freiheit immer noch gewinnen können. Bauen wir alle gemeinsam die Bewegung auf! Freiheit für Mumia! Weg mit der Todesstrafe überall! zum weiteren Inhalt:
Mitte Juli verabschiedete die Bürgerrechtsorganisation NAACP eine Resolution an den Justizminister der USA, Eric Holder. Im Anschluss an eine Gastrede von president Obama forderte der Verband eine Untersuchung des Rassismus in der US-Justiz am Beispiel von Mumia Abu-Jamal und seiner über 27 Jahren währenden Unrechtsbehandlung. Ein sehr aufschlussreicher englischer Artikel darüber erschien am 31. Juli in der Philadelphia Tribune: Hier... Linn Washington Jr. (Professor für Journalistik, Phildadelphia) veröffentlichte einen umfangreichen Bericht in englischer Sprache: Hier... Hans Bennett (Journalists For Mumia) veröffentlichte folgenden Bericht, ebenfalls in englischer Sprache: Hier... Interessantes Video Interview mit dem Autor J. Patrick O'Connor (The Framing Of Mumia Abu-Jamal, Lawrence Hill Books (May 1, 2008) über die Begebenheiten der Nacht des 9. Dezember 1981, in der Mumia niedergeschossen und später des Mordes angeklagt wurde. Auch dieses leider nur in englischer Sprache. Todesstrafe im US-Bundesstaat Maryland Im US Bundesstaat Maryland wurden Schritte zur Wiederaufnahme von Hinrichtungen durch die Giftspritze eingeleitet. Die Hinrichtungen mittels Giftspritze wurden 2006 nach Protesten zahlreicher Menschenrechtsgruppen durch ein Moratorium gestoppt, da festgestellt wurde, dass die verabreichten Medikamente den Delinquenten möglicherweise unerträgliche Schmerzen verursachten. Durch den Bestandteil Pancuronium Bromid Ob und wann die anstehenden fünf Hinrichtungen letztlich durchgeführt werden, ist momentan unklar und hängt mit von der Mobilisierung und dem Protest der Gegner der Todesstrafe ab. Am 6. August meldete unterdessen die Nachrichtenagentur AP, dass der US Bundesstaat North Carolina mehrheitlich entschieden hat, statistische Beweisführungen in Prozessen zuzulassen, wo die Möglichkeit von rassistischen Manipulationen z.B. bei der Jury Auswahl gegeben erscheinen. Todesstrafenbefürworter waren über diese Entscheidung sehr aufgebracht, weil sie (zurecht) befürchten, dass es damit schwieriger wird, die legale Lynchjustiz weiter zu betreiben. In North Carolina ist bereits seit drei Jahren niemand mehr hingerichtet worden. Im Bundesstaat Georgia gibt es derzeit eine Unterstützungsaktion für den Gefangenen Troy Davis. Ebenso wie bei Mumia steht in seinem Fall die Entscheidung über die Todesstrafe im Herbst an. Während eine weltweite Solidaritätsbewegung bereits dreimal seine Hinrichtung verhinderte, scheint die US-Justiz durchaus Willens zu sein, ihn trotz massiver Unschuldshinweise hinrichten zu lassen. Der NAACP unterstützt Troy Davis genau wie Mumia. Mehr zu derzeitigen Arbeit hier... Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juli 2009Hallo, hier die Juli-Ausgabe des Rundbriefes über Mumia Abu-Jamal. Du erhälst dieses Schreiben, da du auf der bundesweiten Notfall Liste für Mumia Abu-Jamal eingetragen bist. Wenn du diesen Rundbrief weiterleiten und veröffentlichen möchtest, freuen wir uns über die Unterstützung. Solltest du ihn nicht mehr erhalten wollen, schreibe eine leere E-mail mit Betreff. "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden dich dann nur noch bei Bekanntgabe der Todesstrafe anschreiben. Am 30. Juni begannen am U.S. Supreme Court die Sommerferien. Der noch offene Antrag der Staatsanwaltschaft auf Wiedereinsetzung der Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal ist vom Gericht nicht beantwortet worden. Mumias Anwalt Robert R. Bryan schrieb uns, dass er davon ausgeht, dass es erst nach dem 5. Oktober zu einer Entscheidung kommen wird. Dann nimmt der U.S. Supreme Court seine Arbeit wieder auf und verhandelt über einen (formal juristisch) ähnlich gelagerten Fall (Spisak). Nun haben wir also einige Monate Zeit gewonnen, einer drohenden Hinrichtung von Mumia entgegen zu arbeiten. Die ab Juli beginnende bundesweite Infotour von der Roten Hilfe und dem Berliner Mumia-Bündnis wird versuchen, genau in diese Richtung zu mobilisieren. Einige Termine sind in dieser e-mail aufgelistet, andere verlinkt. Schaut euch die Liste an und überlegt, wo ihr beim Mobilisieren für die Veranstaltungen helfen wollt. Kommt an den entsprechenden Abenden vorbei und diskutiert gemeinsam, wie es weitergeht. Vorschläge stehen im Raum: Infoarbeit, "Mumia 3+12"-Aktionstag, bundesweite Demo vor Berliner US-Botschaft bei Hinrichtungstermin etc. Am 30. Juni gab es ebenfalls keine Entscheidung über den Antrag von Troy Davis auf ein neues Verfahren. Es wird trotz gültigen Hinrichtungsbefehles davon ausgegangen, dass die Behörden im US-Bundesstaat Georgia abwarten, was der U.S. Supreme Court im Herbst dazu sagt. Damit öffnet sich auch hier die Möglichkeit, den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen. Wir werden im August Rundbrief genauer darauf eingehen. Bitte beachtet auch die wöchentliche Radiosendung im Berliner Offenen Kanal. Immer montags um 18 Uhr auf 97,2 UKW oder überall im Internet unter... zum weiteren Inhalt:
Nachdem seit Anfang Mai bereits einige Veranstaltungen zur Unterstützung für Mumia Abu-Jamal ausserhalb Berlins stattfanden, geht das Berliner Free Mumia-Bündnis gemeinsam mit der Roten Hilfe ab Juli auf Tour durch diverse Orte der BRD. Inhalt der Veranstaltungen sind zum einen die besonderen Umstände, in denen Mumia sich derzeit befindet. Sein Fall wird vor dem gesellschaftlichen Hintergrund in den USA dargestellt. So werden Kurzbeiträge über die Geschichte der Sklaverei, der sog. Gefängnisreformen, des gefängnisindustriellen Komplexes, der politischen Repression und der Todesstrafe gehalten, um die Bedeutung, die Mumia für den Kampf gegen Rassismus und eine befreite Gesellschaft in den USA einnimmt, deutlicher heraus zu stellen. In den anschliessenden Diskussionen besteht die Möglichkeit, sich über praktische Unterstützungsmöglichkeiten auszutauschen. Als Vorschläge stehen ein dezentraler Aktionstag bei Todesurteil ("Mumia 3+12") und eine gemeinsame, bundesweite Demonstration vor der US-Botschaft in Berlin vor einem möglichen Hinrichtungstermin im Raum. Überlegt euch auch, ob ihr bei der Bewerbung der Veranstaltungen helfen könnt, z.B. durch Kontakte vor Ort, Anzeigen, Webpostings etc. Es gibt auch ein Ankündigungstext, den ihr als PDF herunterladen und ausdrucken könnt. Auf dem freien Textfeld könntet ihr die jerweilige Veranstaltung reinschreiben, kopieren und verteilen Hier findet ihr den Text, die Text-Datei, die Flyer und Plakate zum Downloaden Während wir noch auf die angekündigte Petition von Mumias Verteidigung an Präsident Obama warten, möchten wir noch einmal auf die New Yorker Online Petition an den Justizminister der USA aufmerksam machen. Ziel dieser Petition ist es, eine offizielle Untersuchung von Rassismus und politischer Einflussnahme durch die US-Justiz in Mumia Abu-Jamals Fall zu erreichen. Der Justizminister Eric Holder wird auf den Geburtstagsfeiern der Bürgerechtsvereinigung NAACP reden und garantiert mit Mumias Fall konfrontiert werden. Der NAACP hatte sich gerade in jüngster Vergangenheit stark für Mumia als auch für Troy Davis (siehe unten) eingesetzt. Ausserdem unterstützt inzwischen auch ein Congress Abgeordneter und viele bekanntere Personen des öffentlichen Lebens diese Initiative. Sie soll Mitte September offiziell überreicht werden. Es gibt inzwischen auch eine deutsche Übersetzung des Textes mit weiterführenden Links zum unterschreiben: Auf der Webseite des New Yorker FREE MUMIA Bündnis stehen auch schon einige weltweite Unterstützer_innen für diese Petition: Englischsprachiger Bericht über eine öffentliche Geburtstagsfeier zu Mumias 55. Geburtstag in Oakland, Kalifornien. Die Feier fand am 24. April 2009 in der "Humanist Hall" im Zentrum von Oakland statt. Mehrere Hundert Gäste waren gekommen. Hans Bennett von den "Journalists for Mumia" veröffentlichte zahlreiche Videos, in denen diverse Sprecher_innen und Künstler_innen Kaliforniens ihre Unterstützung für Mumia ausdrücken und dazu aufrufen, jetzt verstärkt aktiv zu werden. Es gab Reden und Musik u.a. von Angela Y. Davis, Richard Brown (of the San Francisco Eight), Nina Serrano (host of the KPFA Radio show 'La Raza Chronicles'), JR Valrey (POCC Minister of Information), Franco (POCC Ambassador of International Affairs), Jack Bryson , Adimu Madyun (of Hairdoo), Tiny, aka Lisa Gray-Garcia (of Poor Magazine / Poor News Network), Kulwa (POCC), Tony Serra, Jay (POCC Coordinator), Lynne Stewart, Hans Bennett selbst sowie den Musiker_innen von Mistah F.A.B. und The Molotov Mouths. Jeden Beitrag gibt es einzeln hier zu sehen. Ähnliche Veranstaltungen rund um Mumias 55. Geburtstag sowie die Veröffentlichung seines neuen Buches "Jailhouse Lawyers," 2009, City Lights (www.citylights.com) (www.citylights.com) fanden auch hier statt: Philadelphia (im Rahmen einer revolutionären Veranstaltungswoche) Es geht jetzt darum, trotz zu erwartenden Sommerloches selbst aktiv zu werden. Vorbereitungen zur Unterstützung von Mumia sind jetzt besonders wichtig, da im schlimmsten Fall einer Bestätigung der Todesstrafe vermutlich nur wenig Zeit bis zu einem Hinrichtungsdatum bleiben wird. Daher werden wir jetzt wieder häufiger Material in die Download Rubrik auf unsere Webseite stellen, dass zur Öffentlichkeitsarbeit benutzt werden kann. Einfach ausdrucken, koperien und selbst verteilen. Text zur aktuellen Situation von Mumia (eine A4 Seite) USA: Maryland vor erneuten Hinrichtungen? Todesstrafengegner fordern zu Eilaktionen auf. Ab dem 3. Juli steht eine deutschsprachige Infoversion bereit. Bitte lest und verbreitet diesen übersetzten Aufruf der Kampagne gegen die Todesstrafe (CEDP) aus den USA: Hier... Auch in der Bundesrepublik häufen sich die Fälle von politischer Repression seitens des Staates. Wir haben an dieser Stelle schon oft über die Angeklagten im sog. "mg" Verfahren oder dem §129 b Verfahren in Stuttgart Stammheim berichtet. In letzterem werden fünf türkische Linke der Mitgliedschaft in einer Organisation angeklagt, die in diesem Land gar nicht aktiv ist. Einziger "Beweis" der BAW ist ein ehemaliger türkischer Geheimdienstmitarbeiter, der selbst unter Wahnvorstellungen leidet. Einer der Angeklagten, Mustafa Atalay, ist nach einer schweren Herzoperation vor über drei Jahren aus einer Reha-Klinkik heraus verhaftet worden und ist seitdem in Isolationshaft. Sein Gesundheitszustand hat sich lebensbedrohlich verschlimmert. Heute möchten wir jedoch auf einen anderen Artikel hinweisen Nicht erst seit dem 1. Mai 2009 oder den massiven Polizeiübegriffen beim Versuch der Besetzung des Flughafens Tempelhof gibt es politische Gefangene in Berlin. Der oben verlinkte Artikel beschreibt einige Beispiele. Genau wie bei Mumia Abu-Jamal gilt auch hier: lasst uns politische Gefangene in unsere Aktivitäten miteinbeziehen. So bleiben sie präsent und haben eine Chance, die vom Staat auferlegte Trennung in drinnen und draussen zu überwinden. Kein Knast steht ewig - für eine befreite Gesellschaft! Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Juni 2009Hallo, hier die Juni-Ausgabe des Rundbriefes über Mumia Abu-Jamal. Du erhälst dieses Schreiben, da du auf der bundesweiten Notfallliste für Mumia Abu-Jamal eingetragen bist. Wenn du diesen Rundbrief weiterleiten und veröffentlichen möchtest, freuen wir uns über die Unterstützung. Solltest du ihn nicht mehr erhalten wollen, schreibe eine leere E-mail mit Betreff. "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden dich dann nur noch bei Bekanntgabe der Todesstrafe anschreiben. Wie bereits in den letzten beiden Rundbriefen berichtet, ist Mumia nun bereits zum dritten mal nach 19995 und 1999 von einem möglichen Hinrichtungsbefehl bedroht. Täglich kann eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA kommen, in dem über den Antrag der Staatsanwaltschaft entschieden wird, die Todesstrafe gegen Mumia wieder in Kraft zu setzen. Im Augenblick gibt es überhaupt keine Anzeichen, wann diese Entscheidung bekannt gegeben wird. Klar ist nur, dass das Gericht die Möglichkeit der Todesstrafe ernsthaft in Erwägung zieht, und das trotz all der dokumentierten Rechtsbrüche gegen Mumia und der nie bewiesenen Schuld. Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan veröffentlichte vor wenigen Tagen ein neues legal update, in welchem er die Situation juristisch erklärt. Das englische Original steht hier... Eine deutsche Übersetzung befindet sich auf der Seite des Bremer IVK. Viele Unterstützer_innen fragen sich seit April, was bei einer Bestätigung der Todesstrafe passieren würde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass noch am selben Tag ein Hinrichtungsbefehl von Pennsylvanias Gouverneur Ed Rendell unterschrieben würde. Da in der Vergangenheit zweimal bereits angesetzte Hinrichtungen von Mumia durch starke weltweite Proteste verhindert werden konnten, besteht dieses Mal die Gefahr, dass die Frist bis zu einer möglichen Hinrichtung sehr kurz sein wird. Im Fall von Troy Davis (siehe Bericht weiter unten) haben wir schon mal beobachtet, dass zwischen Supreme Court Entscheidung und angesetztem Hinrichtungstag lediglich 4 Tage lagen. Seit Anfang Mai hat das Berliner FREE MUMIA Bündnis etliche kleine Veranstaltungen durchgeführt, auf denen viel über diese Frage diskutiert wurde. Aus Gesprächen in Berlin und anderen Städten hat sich bisher folgendes ergeben: Verschiedene Online Petitionen haben den Anfang gemacht. Es soll demnächst eine weitere in Abstimmung mit Mumia selbst an Obama gestartet werden. In Deutschland wird momentan das Konzept "Mumia 3+12" diskutiert. Es bedeutet, dass am 3. Tag nach einer möglichen Todesstrafenentscheidung um 12 Uhr Aktionen und Proteste vor US-amerikanische Einrichtungen getragen werden. Das können sowohl konsularische als auch wirtschaftliche Einrichtungen sein. Natürlich muss das nicht genau um 12 Uhr passieren. Wir gehen davon aus, dass aufgrund des starken Medieninteresses hier auch mit einfachen Mitteln grosse Öffentlichkeit hergestellt werden kann. In den verschiedenen Orten, wo diese Idee momentan vorbereitet wird, wird das auch öffentlich angekündigt, um so bereits jetzt laut und deutlich klar zu machen, dass ein Justizmord an Mumia Abu-Jamal nicht hingenommen werden wird und dass die Regierung der USA in der Pflicht steht, diese Hinrichtung zu stoppen. Auch in Berlin laufen Vorbereitungen verschiedener Gruppen. Achte bitte auf Ankündigungen und überlege, wo und wie du selbst an so einem Tag etwas machen wirst. Tausche dich bereits jetzt mit Freunden und Bekannten darüber aus und beginne mit Vorbereitungen. Darüber hinaus hat das Berliner FREE MUMIA Bündnis sich entschieden, am letzten Samstag vor einer möglichen Hinrichtung eine Demonstration zur US-Botschaft zu organisieren. Sie soll dann um 14 Uhr am Berliner Oranienplatz in Kreuzberg beginnen. Die Wegstrecke dauert ungefähr 50 Minuten. Bereits jetzt fahren Vertreter_innen von uns auch in andere Städte, um für diese Planung überregional zu mobilisieren. Es gibt bereits Zusagen, in so einem Fall nach Berlin zu mobilisieren. Sowohl 1995 als auch 1999 haben die Demonstrationen gegen Mumias geplante Hinrichtung viele Tausend Menschen in Berlin gemeinsam auf die Strasse und vor die Botschaft der USA gebracht. Die US-Regierung als auch die Öffentlichkeit nimmt sehr wohl wahr, wie kontinuierlich der Widerstand gegen den geplanten Mord an Mumia ist. Bitte überlege auch hier selbst, wie du diese Planung in deinem Umfeld bekannt machen kannst. Hilf mit, im Ernstfall viele Menschen auf die Demo in Berlin zu bringen. Wenn wir jetzt alle mit ernsthaften Vorbereitungen beginnen, können wir Mumias Leben auch 2009 retten. zum weiteren Inhalt:
Nachrichten für Berlin
An Mumias 55. Geburtstag fand in Philaldephia eine große Veranstaltung über ihn statt. In einer sehr beeindruckenden Rede beschrieb der Philadelphia Tribune Kolumnist Linn Washington Jr. in ca. 20 Minuten die komplette Absurdität der US-Justiz in ihrem Umgang mit Mumia. Für alle, die gerne in englisch zuhören, empfehlen wir den in drei Kurzvideos aufgeteilten Indymedia Bericht aus Philadelphia Auch wer schon geschrieben hat, kann das gerne wiederholen. Wir haben auch vorgedruckte Postkarten. Einfach per e-mail bei uns bestellen. an den US Supreme Court an den Generalstaatsanwalt der USA sowie die Kampagne zu seiner Freilassung organisieren hier... Freitag, 12. Juni 09, 19 Uhr, Berlin Kreuzberg: Die Zuckerröhren (A-Capella), Anke Rupp und Jean-Theo Jost (lesen aus den "Vagina Monologen"), LaMona und The Cat's Back (Music Comedy und Tanz) + Special Guest Surprise Moderation: Sierra Alle Gewinne des Abends gehen an Mumia Abu-Jamals Verteidigungsteam. Das Berliner FREE MUMIA-Bündnis wird dort am Infotisch ansprechbar sein. Bei Interesse im Anschluss der Film "In Prison My Whole Life".
Adresse: Jeden Montag um 18 Uhr im Radio (Berlin) und Internet (überall) die FREE MUMIA News. in Berlin auf 97,2 UKW Für Juli 2009 ist eine Info Rundreise durch verschiedene Städte geplant. Details im nächsten Rundbrief. 400 auf Kundgebung für Troy Davis in Heidelberg hier... Siehe hier auch die Ergänzungen über Berichte aus anderen Ländern Interview mit Heidelberger Anti-Todesstrafenaktivistin hier... Troy Davis ist ein afroamerikanischer Todestraktinsasse, dem ebenso wie Mumia ein Mord an einem weissen Polizisten unter geschoben wurde. Bereits dreimal konnte seine Hinrichtung von Unterstützer_innen und der weltweiten Anti-Todesstrafenbewegung verhindert werden. Nun ist sein Leben wieder in Gefahr. --- STOP DEPORTATION --- STOP DEPORTATION --- Am Montag, 8.Juni 2009 sollen mit einer AirBerlin Maschine, gechartert von der Bundespolizei, über 100 Menschen vom Flughafen Schönefeld nach Vietnam abgeschoben werden. Sie kommen aus Deutschland und Polen. Die Abschiebung wird von der Grenzschutzagentur FRONTEX koordiniert. Lasst uns diese Abschiebung verhindern!! Um 15:15 Uhr startet der Zubringerflug von Tegel nach Schönefeld und um 17:00 Uhr von Schönefeld nach Hanoi. Überlegt euch Aktionen! Stört den Flughafenbetrieb! Auch die Flüchtlingsräte Berlin und Brandenburg haben ab 15 Uhr eine Kundgebung am Flughafen Schönefeld angemeldet. Im Vorfeld könnt ihr euren Protest gegen die Massenabschiebung direkt bei AirBerlin zum Ausdruck bringen: Pressestelle: Zuständige Pressereferentin: Frau Dädelow ddaedelow@airberlin.com> Aufruf des Flüchtlingsrates Berlin und weiter Infos... Die erste der Kundgebungen fand bereits am vergangenen Freitag in Berlin statt. Einen Bericht gibt es hier... Am kommenden Freitag, den 12. Juni 09 findet die nächste vor der JVA Plötzensee statt. Beginn ist 17 Uhr. Details... Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Mai 2009Hallo, hier die Maiausgabe des FREE MUMIA Rundbriefes. Aus aktuellem Anlass erscheint sie wieder 2 Tage vor Monatsbeginn, da bereits am 1. Mai ein ganz wichtiges Datum zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal in dieser zugespitzten Lage ansteht. Wenn du diesen Rundbrief weiterleiten und veröffentlichen möchtest, freuen wir uns über die Unterstützung. Solltest du ihn nicht mehr erhalten wollen, schreibe eine leere E-mail mit Betreff. "Keinen Rundbrief mehr" an uns zurück. Wir werden dich dann nur noch im Notfall anschreiben. Seit dem 6. April 2009 ist deutlich, was die US-Justiz mit Mumia vorhat. In nicht mal einem Arbeitstag entschieden sie, ihm kein neues Verfahren zu geben und ihn bis an sein Lebensende im Knast behalten. Dafür gingen sie auch ohne weiteres über bestehendes Recht hinweg. Die quasi "monarchistischen" Richter_innen am US Supreme Court bestätigten sämtliche Verfassungsbrüche vorangegangener Institutionen. Mumia soll nach ihrem Willen nie wieder freikommen. Ihre juristische Begründung umfasste ganze zwei Worte: "Antrag abgelehnt". Zwar hat Mumias Verteidigungsteam die Möglichkeit eines Antrages auf nochmalige Anhörung, welchen sie dieser Tage einreichen werden. Diese Möglichkeit wird aber lediglich als Formalität betrachtet, welche die rechtliche Gültigkeit dieser Entscheidung lediglich etwas nach hinten verschiebt. Dass das höchste Gericht aber noch weitere Pläne mit Mumia hat, wurde im April ebenfalls deutlich. Am 20. März berieten sie bereits über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf sofortige Widereinsetzung des Todesurteils gegen Mumia. Da es sich bei diesem Antrag um eine sog. "Cross Petition" zu Mumias Antrag gehandelt hat, wäre das übliche Szenario gewesen, sie zusammen zu beantworten. Das tat das Gericht jedoch nicht. Mögliche Gründe haben wir bereits im letzten Rundbrief angedeutet. Eines ist jedoch völlig klar: sie ziehen die Ermordung von Mumia Abu-Jamal ernsthaft in Betracht. Wann die Entscheidung kommen wird, ist völlig unklar. Theoretisch kann sie jeden Tag erfolgen. Es gibt aber (zumindest unserer Kenntnis nach) keine Frist, bis wann es erfolgt sein muss.
Für Mumias Unterstützungsbewegung ergeben sich daraus folgende Schlüsse: Erste Mobilisierungen laufen bereits, dazu unter Termine mehr für den deutschsprachigen Raum. Es gibt aber auch Fragen, die alle sich selbst stellen können. Wie weit möchten sich die vielen Tausend Interessierten an dem Fall selbst einbringen? Es gibt eine Reihe von Vorschlägen, wie Mumia individuell geholfen werden kann. Dazu später mehr. Aber wir brauchen gemeinsame, starke und sichtbare Proteste, sollte die rassistische US-Justiz es wagen, die Todesstrafe gegen Mumia erneut in Kraft zu setzen. In Berlin kreist bereits seit längerem der Vorschlag, in so einem Fall die politische Vertretung der USA, also die Botschaft zu blockieren und deren Arbeitsalltag unmöglich zu machen. Wir können uns vorstellen, dass so etwas grosse Öffentlichkeit erregen und den Todesstrafengegner_innen in den USA starke Unterstützung gewähren könnte. Nur wissen wir, dass so eine Aktion die Unterstützung und Beteiligung von vielen tausend Menschen benötigt. Wenn so ein Schritt ernsthaft gewollt ist, müssen die Vorbereitungen jetzt beginnen. Aber es sollte auch über alle möglichen anderen Aktionsformen nachgedacht werden. In der Vielzahl und Unterschiedlichkeit lag auch 1995 sowie 1999 die Kraft, die damals Mumias Hinrichtung verhinderte. Wir beobachten seit Anfang April ein gestiegenes Interesse sowohl bei Unterstützer_innen als auch bei der Presse. Vielen ist deutlich, wie ernst Mumias Situation ist. Es gilt jetzt, den juristisch und politisch Verantwortlichen in den USA klar zu machen, dass dieser geplante Justizmord nicht hingenommen werden wird. Wir möchten alle Empfängerinnen und Empfänger dieses Rundbriefes auffordern, sich Gedanken über die Lage zu machen und sich ernsthaft zu fragen, was jede und jeder einzelne jetzt für Mumia zu tun gedenkt. zum weiteren Inhalt:
Demos/Kundgebungen/Veranstaltungen 1. Mai 2009 Berlin: 5. Mai 2009 Berlin: 7. Mai 2009 Hamburg: 8. Mai 2009, 18 Uhr 12. Mai 2009, 21.00 27. Mai 2009 20:00, Wendland 12. Juni 2009, 19:00 Online-Proteste Individuelle Proteste Interview mit Mumia Abu-Jamal am Abend nach der Bekanntgabe der SC-Ablehnung. Das Audio kann dort direkt angehört werden. Im text steht dann die deutsche Übersetzung. Hier... Interview mit Mumia Abu-Jamal auf dem unabhängigen Fernsehsender "Democracy Now" "Without Struggle, There Is Nothing" Mumia beschreibt, wie er weiter für seine Freiheit kämpfen will. Hier... Interview mit Mumias Anwalt Robert R. Bryan nach der Ablehnung eines neuen Verfahrens durch den Supreme Court Hier... Im ND erschien an Mumias 55. Geburtstag vor wenigen Tagen ein ganzseitiger Artikel, welcher die Geschichte und Hintergründe sehr gut zusammenfasst: Hier... Ebenfalls am 24. April, dem Geburtstag von Mumia, veröffentlichte die Mumia-Hörbuchgruppe einen Artikel über die Haftbedingungen im Todestrakt von Pennsylvania Hier... Mumias Anwalt besuchte Berlin Ende März (vor der SC-Ablehnung). Als Mumias Hauptanwalt Ende März in Berlin zu Besuch war, um an einer Mumia-Solidaritätsveranstaltung in der Akademie der Künste teilzunehmen, nutzten wir die Gelegenheit, ihn nach den juristischen Details vor dem Supreme Court zu befragen. Das komplette Interview wurde in den "FREE MUMIA News" ausgestrahlt. Eine auf das wesentliche verkürzte Fassung erschien am 5. April auf indymedia Hier... Ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung der Akademie der Künste "Grechtigkeit für Mumia Abu-Jamal" ebenfalls auf indymedia: Hier... TOP TV hat dort gefilmt und einen Bericht veröffentlicht Hier... Darüber hinaus hat es rund um die Veranstaltung ca. 25 Medienberichte, teilweise auch in grösseren Tageszeitungen gegeben. Bei Interesse senden wir gerne eine Linkliste zu. Wir haben in diesem Rundbrief auch schon oft über den Todestrakthäftling Troy Davis aus dem US-Bundesstaat Georgia berichtet. Durch massive internationale Unterstützung ist Troy bereits dreimal vor der Hinrichtung gerettet worden. Mitte April lehnte das 11. Bundesberufungsgericht ab, Troy ein neues Verfahren zu geben, obwohl juristisch sehr viel dafür spricht, dass er unschuldig ist. Annette Schiffmann berichtet in diesem Indymedia-Artikel über den aktuellen Stand Hier...Bitte beachtet auch die Ergänzungen. Für den 19. Mai ist zu einem weltweiten Aktionstag für Troy Davis aufgerufen. Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom April 2009Hallo, hier kommt die verfrühte April Ausgabe unseres Rundbriefes zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Wer den weiterleiten oder veröffentlichen möchte, unterstützt die Solidaritätsarbeit damit sehr. Falls jemand ihn nicht mehr bekommen möchte, reicht eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" und wir werden nur noch noch im Notfall schreiben. Es gibt einen erfreulichen Grund, warum wir bereits eine Woche vor dem normalen Erscheinen diesen Rundbrief verfassen. Mumia Abu-Jamals Hauptanwalt kommt auf Einladung der Berliner Akademie der Künste am kommenden Sonntag nach Berlin, um an einer interessanten Veranstaltung teil zu nehmen. (mehr siehe 1.) Bisher ist vor dem US Supreme Court noch keine Entscheidung über Mumias Antrag gefallen, aber die Unterstützung für Mumia wächst (siehe 2.) Auch die Mumia-Petition (siehe 4.) an das Gericht hat jetzt deutlich angezogen. Bitte verbreitet diese nach wie vor weiter. Der erste Brief mit 1200 Unterschriften ist bereits an den US Supreme Court abgeschickt worden. Jeweils nach weiteren 500 Unterschriften geht erneut ein Brief damit an das Gericht. Die Themen dieses Rundbriefes:
Wir möchten euch auf eine interessante Veranstaltung zur Unterstützung von Mumia hinweisen und gleichzeitig bitten, diese auch weiterzuverbreiten. Sie findet am kommenden Sonntag, den 29. März in der Berliner Akademie der Künste statt. Die Akademie der Künste lädt ein: Johano Strasser (Schriftsteller, Präsident des P.E.N.-Zentrums Deutschland) im Gespräch mit Gerhart Rudolf Baum (Rechtsanwalt, Bundesminister a.D.), Robert R. Bryan (Hauptanwalt von Mumia Abu-Jamal, San Francisco), Danielle Mitterrand (Paris), Günter Wallraff (Schriftsteller) und Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste) In Zusammenarbeit mit dem P.E.N.-Zentrum Deutschland Sonntag, 29. März 2009, 11 Uhr, Pariser Platz 4, Plenarsaal, 10117 Berlin-Mitte S-Bahn Unter den Linden, Bus 100, 200, TXL Akademie der Künste Grafik zum herunterladen und weiterverbreiten Ankündigungstext auf der Webseite der Akademie der Künste Die US-Bürgergerichtsorganisation National Association for the Advancement of Coloured People (NAACP) hat Anfang März eine Petition an den U.S. Suprme Court eingereicht. Damit soll die Beschwerde von Mumia Abu-Jamal untermauert werden, die Anklage habe in seinem ursprünglichen Verfahren 1982 gezielt versucht, Schwarze von der Jury auszuschliessen.
Ein ausführlicher Artikel darüber erschien am 10. März 09 in der Tageszeitung Junge Welt. Das ist sowohl vom Timing als auch Gewicht eine erfreuliche Unterstützungsaktion. Den englischen Originaltext gibt es hier quot;Jailhouse Lawyers Prisoners Defending Prisoners v. the U.S.A."
280 Seiten, br. 2009, ca. 16.95 $ - ISBN-13: 978-0-87286-469-6
Artikel über eine Buchveröffentlichungsveranstaltung in Philadelphia, PENN, USA am 24. April 2009 "Journalists For Mumia" aus Philadelphia über Mumias neues Buch. weitere Mumia- Bücher- und Filmliste auf unserer Webseite. Hier hat die Mumia-Hörbuchgruppe eine ausführliche Liste von Mumias eigenen Büchern im Original sowie in deutscher Sprache angelegt. Darüber hinaus sind einige Bücher und auch Filme über ihn zu finden, die unserer Meinung nach wichtig und interessant sind. Einen der Filme gibt es sogar zum freien Download, andere zur freien Ansicht im Internet. Wir entschuldigen die Verspätung, aber es gab einige Probleme bei der Umsetzung der Online-Petition für Mumia. Diese sind nun zum Glück beseitigt. Seit wenigen Tagen ist auch eine deutsche Übersetzung der Petition im Internet. Von dort wird auch direkt auf die Petition weiter verlinkt. Alternativ geht es natürlich auch über den direkten Weg. Im März bereiste der Sohn der beiden 1953 in den USA hingerichteten politischen Gefangenen Rosenberg das Land, um über sein Buch "Als die Regierung entschied, meine Eltern umzubringen" sowie die aktuelle politische Repression in den USA zu erzählen. Ein ausführliches Interview zu seinen persönlichen Motivationen sendete das Deutschlandradio am 11.03.09. Ein Transkript des Interviews befindet sich hier http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/932537/ Ein Veranstaltungsbericht des Berliner Teil der Rundreise steht hier im Netz Hier noch einige Meldungen, die zwar nicht unmittelbar mit Mumia Abu-jamal zu tun haben, unserer meinung nach aber wichtig sind: In Stuttgart Stammheim läuft seit Frühjahr 2008 ein Prozess gegen fünf türkische Linke. Der allein auf zweifelhaften Angaben türkischer Geheimdienste basierende Terrorismusvorwurf versucht, eine neue Form des Gesinnungsparagraphen, den § 129b in der BRD zu testen. Angriffspunkt ist eine Organisation, von denen der bundesdeutsche Staatsschutz annimmt, dass es hier wenig Widerstand und Solidarität geben wird. Zitate aus einem Redebeitrag des Stuttgarter Komitees gegen die §§129: “( …) Mit dem Prozess wird die Etablierung des Paragraphen 129b angestrebt, der eben dazu dienen soll, internationalistische und in erster Linie migrantische Strukturen zu kriminalisieren (…) die deutsche Antwort auf die internationale repressive Entwicklung (…) Das Verfahren dient als Präzedenzfall, dessen Ausgang auch für die Kriminalisierung weiterer linker Strukturen ausschlaggebend sein wird." Weitere Infos: no129.info oder kontakt@no129.info Zusammen gegen den Bundesparteitag der NPD! Sehr geehrte Damen und Herren, nachdem es der neonazistischen NPD bis jetzt nicht gelungen ist, Räume für ihren geplanten Bundesparteitag zu finden, will sie es jetzt am 04.04.2009 bzw. 11.04.2009 in Berlin-Reinickendorf versuchen. Zur Zeit ist es sehr wahrscheinlich, dass der Parteitag am 04.04.2009 im "Fontane-Haus" im "Märkischen Zentrum" stattfinden soll. Um gegen dieses Vorhaben zu protestieren und den NPD-Parteitag zu verhindern, hat sich ein Bündnis gegründet, das auch schon eine Demonstration gegen den Bundesparteitag der NPD angemeldet hat. Wir wünschen uns, dass viele Menschen unterschiedlicher sozialer und politischer Herkunft zu einer gemeinsamen Aktion zivilen Ungehorsams zusammenfinden und den Neonazis der NPD zeigen, dass sie auch in Berlin unerwünscht sind. Wir bitten Sie/Euch deshalb, unseren Aufruf zu unterstützen. Zusammen! Gegen die NPD! Kontakt: zusammen-gegen-npd@riseup.net oder berlin@vvn-bda.org Alles muss man selber machen. Anfang April wird die neonazistische NPD ihren Bundesparteitag abhalten, um ihren Vorstand neu zu wählen. Streit um die Parteifinanzen und den rechten politischen Weg lähmen die Partei seit einiger Zeit. Auf ihrem Sonderparteitag wollen die Neonazis diesen Streit klären, um gestärkt in das Superwahljahr 2009 zu starten. Denn für die NPD steht in diesem Jahr viel auf dem Spiel. Gelingt ihr der Einzug in verschiedene Landesparlamente oder verliert sie ihre Parlamentssitze in Sachsen mitsamt Mitarbeiterstellen und Zuschüssen? Wird die Partei durch die Europa- und Bundestagswahlen finanziell und politisch gestärkt oder geschwächt? Berlin: Sitz der NPD Parteizentrale Seit Ende Februar ist klar, dass Berlin-Reinickendorf ein möglicher Ort für den Bundesparteitag der NPD am 4. April 2009 sein wird. Der Bezirk Reinickendorf bestätigte, dass eine Anfrage der Neonazis für das Fontane-Haus im Märkischen Viertel und das Rathaus Reinickendorf für dieses Datum vorliegt. Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom März 2009Hallo, hier kommt die Märzausgabe unseres Rundbriefes zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Wer den weiterleiten oder veröffentlichen möchte, unterstützt die Solidaritätsarbeit damit sehr. Falls jemand ihn nicht mehr bekommen möchte, reicht eine leere e-mail mit Betreff "Keinen Rundbrief mehr" und wir werden nur noch noch im Notfall schreiben. Noch ist keine Entscheidung vom U.S. Supreme Court über Mumias Antrag auf ein neues Verfahren oder den der Staatsanwaltschaft auf sofortige Hinrichtung gekommen. Laut Mumias Hauptverteidiger Robert R. Bryan ist das theoretisch ab Ende der "Briefings-Phase" möglich. Diese endet in wenigen Tagen. Es kann aber selbstverständlich auch länger dauern. Wir schreiben diesmal kein langes Vorwort, sondern steigen direkt in konkrete Unterstützungsmöglichkeiten ein. Erinnern möchten wir hier noch mal, dass es jetzt viele neue Aufkleber und Postkarten zur Unterstützung gibt. Interessierte können uns einfach anschreiben. Zum weiteren Inhalt:
Mumias neues Buch "Jailhouse Lawyers Prisoners Defending Prisoners v. the U.S.A." erscheint zu seinem Geburtstag am 24. April 2009 in den USA. Der Verlag heisst City Lights. Mehr Infos, einige Kurzkritiken sowie das Deckblatt sind bereits hier zu finden... Bereits im Februar veröffentlichte das Z-Mag online ein Interview mit Mumia Abu-Jamal in englisch über sein neuestes Buch: hier klicken... Darin spricht Mumia über Kämpfe von Gefangenen innerhalb des Privatindustriellen Gefängniskomplexes sowie über die wichtige Rolle sozialer Bewegungen. Er beleuchtet die Rolle sozialer Bewegungen und von Anti-Knastkämpfen sowohl historisch als auch aktuell. Besonders die Arbeit von Gefangenen, die angesichts mangelnden juristischen Beistands für sich selbst und Mitgefangene juristisch aktiv werden, beschreibt Mumia aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung. Er verbindet damit auch die Hoffnung, dass mehr Kontakte zwischen Aktivist_innen und Gefangenen entstehen und eine breite Öffentlichkeit über den häufig ausgeblendetetn Alltag der 2,3 Millionen US-Gefangenen erfährt. Angela Davis, selbst jahrzehntelange Anti-Knast-Aktivistin und ehemalige politische Gefangene, schrieb das Vorwort. Die Mumia-Hörbuchgruppe hat einen kurzen Artikel darüber in deutsch verfasst Hans Bennett von den "Jounalists For Mumia" aus Philadelphia hat drei weitere Bücher zum Thema besprochen: The Real Cost of Prisons Comix, herausgegeben von Lois Ahrens, PM Press, 2008 Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom Januar 2009Hallo, hier der Januar Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Mumias Abu-Jamals Hauptanwalt Robert R. Bryan reichte am 19. Dezember 08 den letzten möglichen Antrag für ein neues Verfahren ein. Das ist Mumias letzte Initiative, noch jemals auf juristischem Wege frei zukommen. Im Januar wird das höchste Gericht der USA, der Supreme Court, darüber nachdenken, ob sie mehr zu Mumias Antrag hören wollen und/oder ihm ein neues Verfahren geben. Das Gericht ist nicht verpflichtet, den Antrag zu hören. Mit einer öffentlichen Bekanntgabe ist laut Bryan im Februar 2009 zu rechnen. Gleichzeitig befindet das Gericht über einen Antrag von Philadelphias Bezirkstaatsanwältin Lynn Abraham. Die als "Deadliest DA" bekannte Staatsanwältin fordert die sofortige Wiedereinsetzung der Todesstrafe gegen Mumia. Sie möchte anscheinend weder ein neues Verfahren noch die ihr vom 3. Bundesberufungsgericht eingeräumte Möglichkeit nutzen, einen abgetrennten Jury-Prozess alleine um das Strafmass zu führen. Bei letzterer Variante hätte sie jedoch noch etwas Zeit, einen entsprechenden Antrag einzureichen. Robert R. Bryan sagte auf einer Podiumsveranstaltung am 3. November 2008 in Berlin: "Sollten wir unseren Antrag vor dem Supreme Court verlieren und gleichzeitig die Staatsanwaltschaft sich durchsetzen, wird Mumia in nicht mal einem Jahr hingerichtet." In einem "legal update" Mitte Dezember 2008 fasste Bryan die Situation so zusammen: "Mumia Abu-Jamal befindet sich in der lebensbedrohtesten Lage seit seiner Festnahme 1981." (Original in englisch) Im Dezember 2008 gab es eine weltweite Aktionswoche für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal. Verlinkte Berichte zu einzelnen Ereignissen befinden sich weiter unten. Neben vielen Informations- und Kulturveranstaltungen kam es u.a. in Philadephia, Detroit, Mexico City, Caracas, Berlin, Hamburg, Bern, Wien und Barcelona zu Protesten vor Vertretungen der US-Regierung. Alle Berichte gleichen sich auf mehrfache Art: Die jeweiligen Proteste waren laut und von guter Stimmung der Beteiligten getragen, übertrafen aber nie eine Teilnehmer_innenzahl von maximal 500, oft deutlich darunter. Mediale Wahrnehmung ist ausserhalb der Unabhängigen Medien selten erreicht worden. So wichtig die Aktionswoche bestimmt innerhalb der jeweiligen Linken war, um Mumia Abu-Jamal wieder ins Bewusstsein von Aktivist_innen zu bringen, hat sie die im Augenblick notwendige öffentliche Wirkung unserer Meinung nach verfehlt. Es liegt jetzt wirklich an uns allen, vor einer (vermutlich im Februar 09 stattfindenden) Entscheidung des U.S. Supreme Courts eine unüberhörbare Unterstützung für Mumia aufzubauen. Das einfachste Mittel im Augenblick ist, Mumia zu schreiben. Wir haben darauf mehrfach hingewiesen. Da die gesamte Post durch die Zensur läuft, bekommen die Verantwortlichen dadurch mit, wie stark das öffentliche Interesse an dem Fall ist. Wir verschicken in kleinen Stückzahlen gerne vorgedruckte Postkarten mit Mumias Adresse und Bildern von FREE MUMIA Demos vorne drauf. Wendet euch bei Bedarf entweder per Post oder e-mail ans Berliner Mumia-Bündnis (Adresse siehe unten). Eine kleine Hilfe beim Verfassen von Briefen an Gefangene biette dieser Artikel. Darüber hinaus ist es jetzt an der Zeit, grössere Öffentlichkeit über Mumias Fall zu schaffen. Dabei könnt ihr alle mithelfen. Organisiert z.B. Filmvorführungen von "In Prison My Whole Life" (UK 2007, OmU). Ihr könnt den Film über Annette Schiffmann vom Heidelberger Netzwerk gegen die Todesstrafe beziehen. Ihre e-mail lautet anna.schiff@t-online.de In wenigen Wochen werden wir hoffentlich in Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe. neue Aufkleber, Plakate etc. produzieren. Auch die könnt ihr in geringeren Stückzahlen umsonst bei uns bestellen. Bei grösseren Mengen wäre eine Portospende hilfreich. Mumias Verteidigung braucht Geld. Zwar arbeiten alle Beteiligten ohne Honorar, aber alleine durch Gerichtsgebühren für eingereichte Anträge sind in den vergangenen Monaten bis zu $ 75.000 Kosten entstanden. Es fällt leicht zu sehen, warum nur Arme in den Todeszellen der USA sitzen. Einen detaillierten Spendenaufruf mit allen Details findet ihr
hier... Ausserdem ist es dringend erforderlich, eine grössere Vernetzung von Mumias Unterstützer_innen zu verwirklichen. Bitte sprecht in eurem Bekanntenkreis darüber. Überlegt, was ihr vor Ort tun könnt. Wir würden uns auch über Vorschläge freuen, die wir vielleicht bis jetzt übersehen oder alleine nicht umsetzen konnten. Eine weiter Idee ist, dass ihr verstärkt andere ansprecht, sich in diese e-mail Liste einzutragen. Sobald wir von Mumias Verteidigung irgendwelche entscheidenden Neuigkeiten erfahren, werden wir die sofort hierüber verbreiten. Klar ist, dass Mumia momentan in grosser Gefahr ist, ein neues Todesurteil zu erhalten. 1995 und 1999 haben dagegen u.a auch Tausende in Berlin vor der damaligen US-Botschaft demonstriert. Damals kamen viele aus der gesamten BRD dafür nach Berlin. Wir haben die Hoffnung, dass in dem schlimmsten anzunehmenden Fall sich auch 2009 viele Menschen dazu entschliessen werden. Auch hierüber könnte ein frühzeitiger Austausch hilfreich sein. In den kommenden Wochen fällt die juristische Entscheidung über Mumias weiteres Schicksal. Dieser Fall war von Tag eins ein politisches Verfahren. Daher ist es auch möglich, politisch einzugreifen, wenn wir alle den Willen dazu entwickeln. Zum weiteren Inhalt:
FREE MUMIA Demo am 13. Dezember in Berlin: FREE MUMIA Demo am 13.Dezember in Hamburg: Auch in Bern in der Schweiz gab eine FREE MUMIA Demo mit 400 Teilnehmer_innen. Leider ist der entsprechende Artikel auf indymedia-Schweiz nicht mehr aufrufbar. Jetzt zu einem anderen Thema, welches wir für sehr wichtig halten: den gewaltsamen Tode von Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam 2005. Zuerst
möchten wir auf die Webseite seiner ehemaligen Weggefährten und Unterstützer_innen verweisen
http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/ Während das zuständige Gericht sich über zwei Jahre Zeit nahm, um die dringend Tatverdächtigen Polizisten von jedem Vorwurf rein zuwaschen, liess auch medial das Interesse an dem brutalen Tod des westafrikanischen Migranten Oury Jalloh nach. Er war 2005 an Händen und Füssen gefesselt in einer Polizeizelle bei lebendigem Leib verbrannt. Obwohl ein Polizist nachweislich den Alarm mehrfach ausschaltete und ein anderer entgegen den angaben seiner Kollegen noch mit einer Branddecke in seine Zelle gelangen konnte, geht die offizielle Version von einem Selbstmord aus. Anfang Dezember wurden alle Beamten "aus Mangel an Beweisen" freigesprochen. Mehr dazu hier... Oury Jallos Unterstützer_innen und Freunde sind über dieses Urteil masslos wütend. Nächste Woche Mittwoch, den 7. Januar 08, ist der vierte Todestag von Oury Jalloh. Gerüchteweise soll es auch an diesem Tag zu Protesten kommen, wir haben bisher jedoch noch keine genaue Daten finden können. Bitte besucht die angegebenen Webseiten und fahrt eventuell am 7.01.09 nach Dessau. Wir hoffen, gut informiert zu haben. Viele Grüsse vom |
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